Pfarrer Bernhard Middelanis spricht über Gemeinde-Situation und personelle Veränderungen

dzPastoraler Raum

Am Rande des Pfarrgemeindefestes sprachen Noch-Pfarrer Bernhard Middelanis und Gemeindereferentin Silke Klute über den Ist-Stand der Gemeinde und wagen einen Ausblick.

08.09.2019, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Pfarrer, weniger Priester: In den katholischen Gemeinden des Pastoralen Raums stehen in den nächsten Monaten einige Veränderungen auf dem Plan. Am Rande des Pfarrgemeindefestes sprachen am Sonntag zwei Protagonisten der Gemeinde über die Zukunft nach der Neuordnung, die sich über das gesamte Erzbistum Paderborn erstrecken wird.

Positives Fazit beim Gemeindefest

Noch-Pfarrer Bernhard Middelanis und Gemeindereferentin Silke Klute zogen am Sonntag ein gutes Fazit für das Pfarrgemeindefest. Die Besucherzahlen haben sich zwar im Vergleich zum Vorjahr gefühlt minimal verschlechtert. Mit dem Unnaer Stadtfest als Konkurrenz-Veranstaltung nicht unbedingt überraschend. Die Umsatzzahlen von Würstchen-Bude und Kuchenstand waren aber genauso hoch wie zuvor. Mit anderen Worten: Es war kein nennenswerter Rückgang spürbar.

Wie sich die Gemeinde in nächster Zeit entwickeln wird, kann man sicher noch nicht prognostizieren. Eines steht für Middelanis aber fest. Wenn die Neuordnung im Erzbistum ab dem 1. Januar greift, hat das erstmal keine gravierenden Auswirkungen auf die Liebfrauenkirche: „Die Welt wird sich dadurch nicht umdrehen“, erklärte der Geistliche, der sich ab dann nicht mehr Pfarrer nennen darf.

„Es ist verfrüht darüber zu sprechen, wie es dann aussehen wird. Für uns ist die entscheidende Frage, ob wir der Nachfrage gerecht werden können“, erzählte Middelanis. Gemeint ist damit die Nachfrage der heimischen Katholiken etwa nach Gottesdiensten und Seelsorge.

Langfristig wohl weniger Gottesdienste

Nach seinen Angaben könne es in Holzwickede zwar langfristig weniger Gottesdienste geben, das hänge aber nicht zwangsläufig mit den Veränderungen im Pastoralen Raum zusammen. Vermehrt werden in Unna, Fröndenberg und Holzwickede ab nächstem Jahr auch Laien predigen, wenn es die Personalsituation bedarf.

Um die Kirchenbänke in Zukunft so gut es geht zu füllen sieht Middelanis seine Gemeinde gut gewappnet: Für ihn und Klute ist gerade das Pfarrgemeindefest eine gute Gelegenheit, für die Wichtigkeit der Kirche zu werben. „Die Tatsache, dass die Menschen zum Fest kommen, zeigt, dass sie die Gemeinschaft schätzen“, befand Klute.

Sorgen und Nöte stehen im Vordergrund

In der Gemeinde stünden die Sorgen und Nöte der Menschen im Vordergrund. „Der Trend geht dahin, dass die meisten ihre Probleme beiseite schieben“, erklärte die Gemeindereferentin. Die Kirche versuche, ihnen Antworten zu liefern.

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