NRW-SPD bedauert Austritt des Abgeordneten Bülow

Die Generalsekretärin der NRW-SPD, Nadja Lüders, bedauert den Parteiaustritt des Dortmunder Bundestagsabgeordneten Marco Bülow. „In der Sache waren wir oft einig, häufig jedoch unterschiedlicher Meinung über den besten Weg, um unsere Ziele zu erreichen“, sagte Lüders - zugleich Dortmunder Parteichefin - der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“ (Mittwoch). Bülow gilt als scharfer Kritiker des Kurses von Parteichefin Andrea Nahles. Auf Twitter schrieb der 47-Jährige, er trete nach reiflicher Überlegung „ohne Häme, aber ernüchtert und traurig“ aus.

27.11.2018, 06:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er habe lange gegen eine „Entsozialdemokratisierung“ und „die Orientierungslosigkeit in der SPD“ angekämpft. „Irgendwann musste ich mir eingestehen, dass ich mich selbst verleugne, meine Glaubwürdigkeit verliere“, schrieb Bülow. Er bleibe auch außerhalb der SPD ein Sozialdemokrat. Der 47-Jährige sitzt seit 16 Jahren für die SPD im Bundestag.

Nach Worten von Lüders will die Dortmunder SPD ihre „starke Stimme“ weiter einbringen, um die Partei wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Die SPD in der Ruhrgebietsstadt ist nach eigenen Angaben mit mehr als 6000 Mitgliedern der größte SPD-Unterbezirk in Deutschland. Neben Bülow war aus Dortmund Sabine Poschmann direkt in den Bundestag gewählt worden.

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