„Panische Reaktionen ausgelöst“: Kritik an Berliner Polizei

Nach den Vorkommnissen beim Bundesligaspiel bei Union Berlin (1:3) hat der deutsche Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund Kritik an der Berliner Polizei geübt und sich „eine kritische Analyse“ von dieser gewünscht. „Statt durch bloße Präsenz deeskalierend zu wirken, als rund 100 Union-Anhänger aufgrund einer stabilen Zaunanlage vergeblich versuchten, sich Zugang zum Gäste-Fanblock zu verschaffen, setzte die Polizei direkt Reizgas ein und löste panische Reaktionen aus“, schrieb der Verein nach dem Ergebnis einer eigenen Analyse: „Aus Sicht des BVB erfolgte der Reizgas-Einsatz aus nicht nachvollziehbaren Gründen und z.T. von Positionen, die es nicht erlaubten, die wenigen gewaltbereiten Fans vom Gros der Unbeteiligten zu separieren.“

09.09.2019, 17:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Panische Reaktionen ausgelöst“: Kritik an Berliner Polizei

Dortmunds Spieler laufen sich warm vor dem Gästeblock mit BVB Fans in der Alten Försterei. FotO: Andreas Gora/Archivbild

Der BVB schrieb von „vielen friedliche Fans, unter ihnen Eltern mit Kindern“, die in den hinteren Reihen durch Reizgas verletzt worden seien. Zudem sei „aus unserer Sicht nicht akzeptabel: BVB-Fanbeauftragte und Fanprojekt-Mitarbeiter wurden mitunter an ihrer Arbeit gehindert und körperlich angegangen. Interventions- und Konflikt-Arbeit war so kaum möglich.“

Die Polizei hatte nach dem Einsatz beim Spiel am 31. August mitgeteilt, dass Einsatzkräfte die rivalisierenden Fans trennen mussten, nachdem sich ungefähr 100 Union-Fans auf den Gästeblock zubewegt hatten. Bei den Auseinandersetzungen wurden drei BVB-Anhänger festgenommen. Nach Polizeiangaben hatten weitere Gästefans versucht, die Festgenommenen zu befreien, was die Polizisten durch den Einsatz von Reizgas verhinderten.

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