Orkan Sabine in NRW: Bahnverkehr normalisiert sich, Haus wird abgerissen

Ticker zum Nachlesen

Orkan Sabine hat NRW vor den ganz großen Schäden bewahrt. Dennoch gab es Verletzte, ein Haus in Heek wird abgerissen. Die Ereignisse rund um den Sturm können Sie hier im Ticker nachlesen.

NRW

, 09.02.2020, 17:04 Uhr / Lesedauer: 13 min
Orkan Sabine in NRW: Bahnverkehr normalisiert sich, Haus wird abgerissen

In Bochum stürzte ein Carport auf ein Auto. © picture alliance/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • „Sabine war wohl doch nur ein Sabinchen“, schreibt die Stadt Solingen in ihrer Sturm-Bilanz. Das gilt im Grunde auch für ganz NRW. Es gab dennoch einige Verletzte, viele umgekippte Bäume und zahllose Feuerwehreinsätze.
  • Die Unwetterlage ist vorerst etwas beruhigt, es bleibt aber stürmisch und einzelne Orkanböen kann der Wetterdienst auch noch nicht ganz ausschließen. Gewitter und Regen sind angekündigt.

  • Die A45 ist wieder frei.

  • Bahn: Die meisten Züge fahren wieder, wenn auch mit verlangsamter Geschwindigkeit. Mit Verspätungen muss gerechnet werden. Der Bahnverkehr wird sich erst im Laufe des Montages ganz normalisieren. Alle Meldungen zum Regionalverkehr gibt es hier.

  • Der Sturm könnte auch Auswirkungen auf die Zustellung der Tageszeitung gehabt haben. Daher haben wir für die nächsten beiden Tage die digitale Zeitung für jederman freigeschaltet.

15.19 Uhr: Wir beenden diesen Liveticker

Die Lage in NRW normalisiert sich stetig. Wir beendet daher diesen Liveticker und wünschen allen einen schönen Tag!

15.06 Uhr: Zugverkehr pendelt sich ein

Abellio fährt wieder, kann aber Ausfälle und Verspätungen noch nicht ausschließen. Bei Ausfällen sollen Busse fahren, Tickets für die Reisetage 9. bis 11. Februar können entweder storniert oder in der folgenden Woche flexibel genutzt werden.

Auch die Deutsche Bahn hat ihren Regio-Betrieb wieder fast komplett aufgenommen. Allerdings gibt es den Tag über zahlreiche Verspätungen, weil die Züge langsamer fahren als sonst.

Die ICE-Strecke Köln-Amsterdam wird erst am Dienstag wieder in Betrieb genommen.

14.50 Uhr: Diese Eurobahn-Linien fahren wieder

RB 66 – Betriebsaufnahme ab Osnabrück Hbf um 14:19 Uhr, Betriebsaufnahme ab Münster Hbf um 15.03 Uhr

RB 61 – wieder im vollständig im Betrieb

RB 72 – fährt auf dem Teilabschnitt Paderborn – Lage; die Strecke bis Lage bis Herford wird aktuell noch auf Infrastrukturstörungen geprüft.

RE 78 – fährt auf dem Teilabschnitt Bielefeld – Minden; die Strecke bis Nienburg wird aktuell noch auf Infrastrukturstörungen geprüft.

RB 65 – Münster – Rheine wieder vollständig im Einsatz seit 10:35 Uhr

RB 89 – Der Betrieb konnte ab Paderborn um 12:51 Uhr aufgenommen werden; die weiteren Verläufe wie gewohnt Seit 12:40 Uhr konnte die Strecke ab Münster Hbf wieder bedient werden.

RB 50 – Ab 12:40 Uhr Wiederinbetriebnahme des Teilabschnittes Münster – Davensberg. Im Abschnitt Lünen sind noch Infrastrukturstörungen zu beseitigen.

RB 59 – Konnte um 12:04 Uhr von Dortmund Hbf wieder in den Betrieb gehen; Abfahrt um 12:34 Uhr von Soest Richtung Dortmund Hbf.

RB 67 – In beiden Richtungen wieder vollständig im Einsatz.

RB 71 – Bielefeld – Rahden wieder vollständig im Einsatz.

RE 3 – Düsseldorf – Dortmund - Hamm wieder vollständig seit 10:30 Uhr im Einsatz

RE 13 - Der Betrieb konnte zwischen Hagen und Mönchengladbach aufgenommen werden. Die Bahnhöfe Schwelm und Ennepetal können aufgrund Infrastrukturstörungen nicht angefahren werden. Die eurobahn hat für den bisher nicht befahrbaren Streckenabschnitt Mönchengladbach – Venlo einen Busnotverkehr eingerichtet.

14.22 Uhr: 50.000 Haushalte in Bayern ohne Strom

Wegen des Orkantiefs „Sabine“ ist in mehreren Regionen Bayerns die Stromversorgung ausgefallen. Etwa drei Stunden nach Mitternacht habe es erste Stromausfälle in Unterfranken gegeben, teilte die Bayernwerk AG am Montagmorgen in Regensburg mit. Gegen 5 Uhr weiteten sich die Stromausfälle auf Oberfranken aus, in den Morgenstunden auf die Oberpfalz und Oberbayern. Rund 50.000 Haushalte seien ohne Strom.

Orkan Sabine in NRW: Bahnverkehr normalisiert sich, Haus wird abgerissen

Vom Sturm abgetragen ist das Dach eines Seminarhauses in Mittelbayern. © picture alliance/dpa

13.53 Uhr: Wälder weiter nicht betreten

Spaziergänger und Freizeitsportler sollten die Wälder in NRW weiterhin nicht betreten werden. Angebrochene Äste können jederzeit herabfallen, umgestürzte Bäume können auf Spannung stehen, sagte der Sprecher des Landesbetriebes Wald und Holz Michael Blaschke. Welchen Schaden die Orkanböen landesweit in den Wäldern angerichtet haben, ist noch nicht abschätzbar. Am Sonntagabend war ein 16-Jähriger in Paderborn durch einen Ast schwer verletzt worden.

13.40 Uhr: Das Wohnhaus in Heek wird abgerissen

Das vom Sturmtief „Sabine“ stark beschädigte Wohnhaus in Heek (Münsterland) muss abgerissen werden. Die sieben Bewohner sind in einer Notunterkunft untergebracht.



12.54 Uhr: DWD warnt vor Sturmböen bis zum Nachmittag

Der Deutsche Wetterdienst warnt auch nach dem Durchzug von Sturmtief „Sabine“ weiter vor schweren Sturmböen in Nordrhein-Westfalen. Vereinzelt seien am Montag sogar orkanartige Böen bis Windstärke elf möglich, teilte der DWD am späten Vormittag mit. Am Dienstag werde der Wind ähnlich stark wie am Montag, erst in der zweiten Tageshälfte gehe er zurück, sagte eine Sprecherin.

11.54 Uhr: Neues von der A45

Auf der A45 bei Hagen sind inzwischen wieder zwei Fahrstreifen frei. Allerdings gibt es dort laut WDR-Verkehr noch rund 7 Kilometer Stau zwischen Schwerte-Ergste und Hagen-Süd. Die Arbeiten sollen noch bis 16 Uhr dauern.

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Für die Arbeiten auf der A45 waren alle drei Fahrspuren Richtung Frankfurt gesperrt. Inzwischen sind zwei wieder freigegeben. © dpa

11.32 Uhr: 200 Einsätze im Kreis Unna


11.22 Uhr: RE3 Düsseldorf-Dortmund-Hamm fährt wieder

Gute Nachrichten von der Eurobahn: Der RE 3 – Düsseldorf – Dortmund - Hamm ist jetzt wieder vollständig im Einsatz.

11.07 Uhr: Dank an unsere Zusteller - Digitale Zeitung für alle frei

„Ganz herzlichen Dank an unsere Zustellerinnen und Zusteller für den Einsatz in der vergangenen Nacht – aber auch an unsere Leserinnen und Leser für ihr Verständnis, sofern heute morgen die Zeitung nicht oder verspätet im Briefkasten gelegen haben sollte. Wir haben heute für alle Abonnenten zusätzlich das ePaper, also unsere digitale Zeitung, freigeschaltet“, sagte Lensingmedia-Geschäftsführer Daniel Süper. Hier geht es direkt zum ePaper (frei am 10. und 11. Februar)

10.33 Uhr: Straßen.NRW zieht Bilanz - Dutzende Straßen gesperrt L874 im Münsterland gesperrt

Während die Deutsche Bahn über ihren Streckenagenten und Twitter nach und nach immer rmehr Regionalbahnen im Einsatz meldet, hat auch die Straßen.NRW Bilanz gezogen.

  • Im Münsterland ist die Landstraße L 874 Nottuln – Havixbeck imme rnoch gesperrt.
  • Im Sauerland sind zahlreiche Strecken betroffen. Mehr als 20 Straßen sind gesperrt, in der Eifel sind es ebenfalls 15.
  • Auf der A45 im Bereich Kreuz Hagen war ein Baum in eine Lärmschutzwand und anschließend in ein Fahrzeug gestürzt. Der Fahrer blieb unverletzt. Die Autobahn ist weiterhin teilgesperrt, Straßen.NRW begutachtet heute, ob weitere Maßnahmen notwendig sind.
  • 7 Autobahnen im Land waren ebenfalls von Sabine betroffen. Die ganze Bilanz und die Auflistung gibt es hier.

9.54 Uhr: Bahnverkehr läuft langsam wieder an

Im Nahverkehr der Bahnen fahren inzwischen wieder einzelne Züge.

9.22 Uhr: Sabine zieht in den Süden

In NRW ist das Schlimmste vorbei, Sabine zieht in den Süden. Doch in NRW drohen jetzt laut Deutschem Wetterdienst noch Gewitter und Starkregen und auch die bringen teilweise Orkanböen mit sich.


9.16 Uhr: 165 Flüge in Düsseldorf und Köln gestrichen

An den beiden größten NRW-Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn sind am Montag wegen des Sturms „Sabine“ insgesamt 165 Flüge storniert worden. In Düsseldorf hätten Airlines 120 Verbindungen gestrichen, in Köln/Bonn seien es 23 Starts und 22 Landungen, teilten Sprecher der Flughäfen mit. Vor allem Eurowings hatte Flüge abgesagt. Die Fluggesellschaft will ab 10 Uhr ihren Betrieb wieder aufnehmen.

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Bundesweit wurden an den Flughäfen Hunderte Flüge annulliert. © picture alliance/dpa

8.45 Uhr: Feuerwehrleute mussten bei Orkan auf Hochhausdach

Bei Windböen in Orkanstärke mussten Feuerwehrleute in Mönchengladbach für einen Einsatz auf das Dach eines Hochhauses klettern - und wären fast runtergeweht worden. In dem Gebäude sei ein Aufzug stecken geblieben. Die drei eingeschlossenen Personen seien in Panik geraten, so die Feuerwehr. Um sie zu befreien, hätten Einsatzkräfte über das Dach in den Maschinenraum gemusst, doch das sei bei den Windgeschwindigkeiten extrem gefährlich gewesen.

8.27 Uhr: Eine Fahrspur auf der A45 wieder frei

Die Vollsperrung auf der A45 bei Hagen ist aufgehoben, die Polizei hat eine Spur wieder freigegeben. Am Abend waren im Bereich des Kreuzes Hagen Bäume auf die Fahrbahn gestürzt. Gegen 13 Uhr soll die Autoahn wieder komplett frei sein.

8.15 Uhr: Arbeitnehmer dürfen nicht einfach zu Hause bleiben

Die Bahn fährt nicht, die Straße ist gesperrt: Dürfen Arbeitnehmer dann einfach zu Hause bleiben? So einfach ist das nicht. Bei begründeter Gefahr ist es erlaubt, sagt das Arbeitsrecht. Grundsätzlich ist aber jeder Arbeitnehmer selbst dafür verantwortlich, zur Arbeit zu erscheinen - auch wenn die Bahn nicht fährt.

8.01 Uhr: Haus in Heek muss abgerissen werden

Das Haus in Heek (Westmünsterland), bei dem der Sturm einen kompletten Giebel weggerissen hatte, muss wahrscheinlich abgerissen werden. In der Nacht waren THW und Feuerwehr im Einsatz, um das Gebäude abzustützen.

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In Heek hat Orkantief Sabine einen Giebel zum Einsturz gebracht. Menschen wurden nicht verletzt. © Kreis Borken

7.46 Uhr: Abellio fährt teilweise wieder

Das Bahnunternehmen Abellio hat den Verkehr auf einzelnen Strecken wieder aufgenommen - darunter auch die wichtige RRX-Verbindung von Duisburg über Dortmund nach Kassel. Die Eurobahn-Züge fallen in NRW am Morgen alle aus. Aktuelle Infos der Eurobahn über einzelne Züge gibt es hier.

7.32 Uhr: Burgwall in Dortmund weiter gesperrt - Stadtbahnen fahren

In Dortmund bleibt der Burgwall bis etwa 9 Uhr gesperrt. Die Stadtbahnen fahren jedoch.

7.19 Uhr: Carport stürzt in Bochum auf Autos

In Bochum ist ein Carport durch die Luft geflogen und auf mehrere Auto gestürzt. In Bochum-Wiemelhausen stürzte ein Baum auf ein Haus. 350 Kräfte der Berufs-, Freiwilligen Feuerwehr und des Technischen Hilfswerk waren im Einsatz. Inzwischen ist die Zahl der Einsätze auf rund 60 gestiegen.

7.00 Uhr: Bilanz aus Dorsten

Bis Mitternacht verzeichnete die Feuerwehr Dorsten 19 wetterbedingte Einsätze und die üblichen Einsätze des Rettungsdienstes. Feuerwehrsprecher Dirk Heppner bestätigt, dass es keine Verletzten gegeben habe: „Das Einsatzaufkommen und die Schäden des Orkantiefes haben sich nach bisherigen Erkenntnissen zum Glück in Grenzen gehalten.

6.40 Uhr: Schulfrei in vielen Städten

Etliche Städte lassen am Montag den Unterricht an ihren Schulen ausfallen - darunter Castrop-Rauxel, Dorsten, Ahaus, Vreden, Haltern, Selm, Olfen, Nordkirchen, und Schwerte. Am Sonntag hatten sich kurzfristig auch noch Münster, Dortmund sowie weitere Kreise und Gemeinden angeschlossen. Auch etliche Kindertagesstätten werden geschlossen bleiben. An vielen Schulen und Kindertagesstätten soll es aber eine Notbetreuung geben.

6.15 Uhr: Straßensperrung in Dortmund

Der Burgwall ist voraussichtlich bis 9 Uhr gesperrt, das meldet die Polizei. Dort war eine Baustelle auf die Straße geweht worden.

5.15 Uhr: Einschränkungen für Autofahrer

Noch ist es ruhig auf den Straßen. Umgestürzte Bäume werden am Morgen jedoch wichtige Autobahnstrecken blockieren. So wird nach Angaben der Landesleitstelle die A4 Richtung Köln zwischen Elsdorf und Kerpen noch bis zum Morgen gesperrt sein. In Hagen ist die A45 in Fahrtrichtung Frankfurt zwischen dem Kreuz Hagen und der Anschlussstelle Hagen-Süd voraussichtlich bis Montagmittag, 13 Uhr, voll gesperrt. Auch Bundes-, Landes- und Kreisstraßen werden am Morgen stellenweise noch nicht nutzbar sein. Aus Sicherheitsgründen konnten die Straßenmeistereien umgestürzte Bäume in der Nacht noch nicht beseitigen. (dpa)

5.05 Uhr: Bus-Bahn- und Flugreisende sollten Zeit einplanen

Der Bahnverkehr wird am Montag in NRW nur schrittweise wieder in Gang kommen. Der Fernverkehr ruht mindestens bis 10 Uhr. „Die notwendigen Erkundungsfahrten zur Sichtung der Schäden sind erst mit Tageslicht möglich“, erklärte die Deutsche Bahn. Am Sonntagabend hatte die Bahn in mehreren Bahnhöfen sogenannte Aufenthaltszüge für gestrandete Reisende bereitgestellt. Auch Hotel- und Taxigutscheine wurden ausgegeben.

Unter Tel. 0800 996633 können sich Kunden bei der Bahnhotline kostenlos über die aktuelle Verkehrslage informieren.

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Der Bahnverkehr wird sich erst im Laufe des Montags wieder regulieren. © picture alliance/dpa

Auch die Busunternehmen wie die Bogestra verweisen auf ihren Webseiten darauf, dass es aufgrund des Sturmtiefs zu Einschränkungen und Verspätungen kommen kann. Die Stadtbahn in Dortmund hat aber ihren Betrieb bereits aufgenommen.

Auch Flugreisende sollten die Webseiten der Flughäfen checken. Am Flughafen Dortmund ist derzeit der Flug annulliert, der um 6.45 Uhr nach München starten sollte - das Sturmtief fliegt gerade Richtung Süden, da bleiben die Flieger am Boden. Auch am Flughafen Düsseldorf sind viele Flüge gestrichen. Ähnlich die Situation in Köln: Während Maschinen nach Leipzig, Mailand oder Hamburg ausfielen, wurden Passagiere für Flüge nach London, Barcelona oder Manchester wie geplant abgefertigt. Vor allem die Entscheidung von Eurowings, während des Sturms fast alle Flüge zu streichen, führte an den großen NRW-Flughäfen zu rund 150 gestrichenen Starts und Landungen.

4.45 Uhr: Zwischenfazit: Weniger Schäden als befürchtet

Der schwere Sturm hat in der Nacht zum Montag in Nordrhein-Westfalen bislang weniger Schäden angerichtet als im Vorfeld befürchtet.

In den meisten Fällen hatten es die Einsatzkräfte mit umgestürzten Bäumen zu tun. In einigen Ortschaften fiel der Strom aus. Tausende Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Einsatzkräfte waren nicht nur mit dem Zersägen von Bäumen beschäftigt, die auf Straßen, geparkte Autos oder gegen Häuser gefallen waren.

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In Bochum stürzte ein Baum auf parkende Autos. © picture alliance/dpa

Als sich nach Mitternacht das Wetter etwas beruhigte, reduzierten viele Wachen ihre Besetzung. Viele Feuerwehren gingen in der Nacht davon aus, dass bei Tagesanbruch noch weitere Sturmschäden sichtbar werden.

4.00 Uhr: Burgwall in Dortmund weiter gesperrt

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Diese Baustelle ist in Dortmund auf den Burgwall geweht. Die Straße wurde gesperrt. © Stadt Dortmund

03.46 Uhr: Kranausleger fällt auf Frankfurter Dom

Sturm „Sabine“ hat in Frankfurt am Main den Ausleger eines Baukrans umgeknickt und zum Teil durch das Dach des Frankfurter Doms gedrückt. Das meldet die dpa. Das Dach sei beschädigt, hieß es von der Polizei. Verletzt wurde niemand. Wie hoch der Schaden ist, konnte in der Nacht noch nicht gesagt werden. Die herbeigerufene Feuerwehr stellte fest, dass der Ausleger keine Gefahr darstellt, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Eine Fachfirma solle den Kran am Montag zurückbauen und den Ausleger entfernen, hieß es.

3.32 Uhr: So wird das Wetter am Montag

Das Sturmtief bewegt sich Richtung Süden, es bleibt aber windig. Der Deutsche Wetterdienst meldet: „Heute weiterhin stürmisch, in der Früh und am Vormittag noch schwere Sturmböen und einzelne orkanartige Böen aus West - bevorzugt bei durchziehenden Schauern oder Gewittern. Höchstwerte am Vormittag mit 5 bis 11 Grad, im Tagesverlauf Temperaturrückgang auf 8 bis 2 Grad und auf etwa 500 m absinkende Schneefallgrenze.“

2.43 Uhr: Das schlimmste ist in NRW wohl vorbei

Metereologen und Wetterdienste hatten vor allem vor einer Kaltfront gewarnt, die Regen und starke Böen mit sich bringt. Beim Blick auf das Niederschlagsradar des Deutschen Wetterdienstes zeigt sich, dass diese Kaltfront NRW wohl schon hinter sich gelassen hat.

Orkan Sabine in NRW: Bahnverkehr normalisiert sich, Haus wird abgerissen

Das Niederschlagsradar des Deutschen Wetterdienstes zeigt an, wie heftig es in Deutschland regnet. Die Farben geben die Stärke des Niederschlags an. Von Türkis (gering) über Gelb, Orange (mittel) und Rot (stark) bis hin zu Lila und Dunkelblau (extrem). © Deutscher Wetterdienst

2.27 Uhr: Zwei Menschen im Saarland schwer verletzt

In Saarbrücken sind zwei Menschen durch einen umstürzenden Baum schwer verletzt worden, einer davon schwebt in Lebensgefahr. Die Fußgänger waren am späten Sonntagabend auf einem Parkplatz des Klinikums Saarbrücken unterwegs, wie die Polizei der dpa mitteilte. Zuvor hatte die „Saarbrücker Zeitung“ berichtet.

02.03 Uhr: „Sabine“ harmloser als erwartet

Die Feuerwehren in der Region ziehen ein positives Zwischenfazit: Bisher sei alles glimpflich verlaufen, der Sturm sei harmloser als erwartet gewesen, lassen sich die Auskünfte zusammenfassen. Bei den meisten Einsätzen hätten die Einsatzkräfte umgestürzte Bäume beseitigen müssen. In Lünen gab es 16 sturmbedingte Einsätze, im Kreis Borken 111, in Dortmund circa 100 und in Bochum 52 Einsätze. Im Kreis Recklinghausen lagen bisher noch keine aktuellen Zahlen vor. Bis 20 Uhr gab es dort 61 Einsätze.

1.20 Uhr: Haus in Kamen vom umgestürzten Baum befreit

Mit einem Kran hat die Feuerwehr in Kamen den umgestürzten Baum vom Mehrfamilienhaus gehoben.

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Mit einem Kran zog die Feuerwehr den Baum vom Mehrfamilienhaus herunter. © Stefan Milk

0.44 Uhr: Baum stürzt in Kamen auf ein Mehrfamilienhaus

An der Koppelstraße in Kamen ist ein größerer Baum auf ein Mehrfamilienhaus gefallen. Niemand kam zu Schaden, die Bewohner dürfen das Gebäude derzeit aber nicht verlassen. Die Feuerwehr wartet am Einsatzort jetzt auf einen Kran, der den Baum wegziehen soll.

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Der Baum war gegen die Hauswand gestürzt. Menschen wurden nicht verletzt. © Stefan Milk

0.39 Uhr: Nach wie vor starker Wind in NRW

Ein Twitter-User hat die Geschwindigkeitsmessungen der Wetterplattform Kachelmannwetter geteilt. Nach wie vor ist Sabine in Nordrhein-Westfalen ganz schön schnell unterwegs:

0.26 Uhr: Die A43 ist wieder frei

Die Bochumer Feuerwehr hat den Baum, der auf die Fahrbahn der A43 gefallen ist, entfernt. Die Autobahn ist damit wieder frei.

0.12 Uhr: Bislang 52 Sturmeinsätze in Bochum

0.01 Uhr: Baustelle blockiert den Burgwall

Aktuell ist der Burgwall in Dortmund auf der Außenfahrbahn gesperrt. Dort ist die Absperrung einer Baustelle auf die Fahrbahn geweht worden und blockiert diese nun vollständig. Die Polizei hofft, dass das Hindernis noch vor Beginn des Berufsverkehrs zurückgebaut werden kann. Solange leitet sie den Verkehr um.

Orkan Sabine in NRW: Bahnverkehr normalisiert sich, Haus wird abgerissen

Auf dem Burgwall wurde eine ganze Baustelle auf die Fahrbahn geweht. © privat

Generell gebe es aber weniger Einsätze als erwartet, sagt Andreas Weiß von der Leitstelle der Dortmunder Polizei. Aufgrund der Wetterprognosen habe man sich auf Schlimmeres eingestellt.

23.40 Uhr: A43 teilweise gesperrt

Die A43 ist aktuell in Fahrtrichtung Wuppertal zwischen den Anschlussstellen Riemke und Gerthe gesperrt. Dort ist ein Baum umgestürzt, der die ganze Fahrbahn blockiert.

23.07 Uhr: Dortmunder Feuerwehr zieht erste Bilanz

Die Dortmunder Feuerwehr hat per Twitter erste Zahlen zum heutigen Abend genannt. Bis 22 Uhr sei sie zu gut 80 Einsätzen ausgerückt. Darunter war auch ein Einsatz bei einem Verkehrsunfall mit einer schwer verletzen Person.

Offenbar hat die Dortmunder Feuerwehr mit mehr Einsätzen gerechnet. Aufgrund der bisher relativ geringen Zahl reduziert sie die Einsatzkräfte. Das THW sei bereits entlassen worden, heißt es in einem Tweet. Trotzdem sind mit Tiefbau- und Grünflächenamt noch circa 570 Helfer im Einsatz.

22.59 Uhr: Baum stürzt in Iserlohn auf Bahnoberleitung und trifft Zug

Kurz vor Einstellung des Regionalverkehrs am Sonntagabend ist in Iserlohn ein Baum auf eine Bahn-Oberleitung gestürzt und hat einen Zug getroffen. Es sei ein Lichtbogen entstanden, sagte eine Feuerwehrsprecherin am Abend der dpa. Die 15 Insassen des Zuges blieben unverletzt. Der Zug sei äußerlich unbeschädigt geblieben.

22.46 Uhr: Deutsche Bahn - Fernverkehr fährt erst wieder um 10 Uhr

Die Deutsche Bahn will ihren Fernverkehr am Montagmorgen erst gegen 10 Uhr wieder aufnehmen. Im Nahverkehr will man zunächst die Schäden in Augenschein nehmen, bevor die Züge wieder fahren.

22.25 Uhr: Hausgiebel im Münsterland eingestürzt

In Heek im Westmünsterland ist der Giebel eines ganzen Hauses eingestürzt. Glücklicherweise wurde offenbar niemand verletzt. Das Technische Hilfswerk ist vor Ort.

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In Heek hat Orkantief Sabine einen Giebel zum Einsturz gebracht. Menschen wurden nicht verletzt. © Kreis Borken

22.13 Uhr: Die Feuerwehren sind weiter im Einsatz



21.55 Uhr: A45 bei Hagen bis Montagmittag gesperrt

Wegen umgestürzter Bäume ist die Autobahn 45 in Fahrtrichtung Frankfurt zwischen dem Kreuz Hagen und der Anschlussstelle Hagen-Süd voll gesperrt. Dies teilte der Landesbetrieb Straßenbau am Sonntagabend mit. Laut Autobahnpolizei Dortmund drohten weitere Bäume umzustürzen. Die Sperrung werde voraussichtlich bis Montagmittag, 13 Uhr, andauern.

21.30 Uhr: 60 Einsätze im Kreis Recklinghausen - 14 in Dorsten

Die Kreisleitstelle Recklinghausen verzeichnete bis 20.15 Uhr rund 60 sturmbedingte Einsätze im ganzen Kreisgebiet - mit 14 davon die meisten in Dorsten. Dennoch hat die Feuerwehr am Abend einen Teil ihrer Kräfte wieder nach Hause geschickt.

21.10 Uhr: Ast verletzt 16-Jährigen schwer am Kopf

In Paderborn ist ein 16-Jähriger durch einen herabstürzenden Ast verletzt worden. Wie die Polizei berichtete, sei er mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Er sei schwer verletzt, sagte ein Polizeisprecher der dpa.

20.58 Uhr: Dach auf Sportwagen in Dortmund geweht

Orkan Sabine in NRW: Bahnverkehr normalisiert sich, Haus wird abgerissen

In Dortmund-Westerfilde wehte der Sturm ein Flachdach herunter. © Helmut Kaczmarek

In Dortmund-Westerfilde hat der Sturm das Flachdach eines Hauses heruntergeweht. Es beschädigte einen Sportwagen, verletzt wurde niemand. Die Kollegen aus Dortmund berichten hier über die Ereignisse des Abends.

20.50 Uhr: Jetzt wird es ernst

Der Sturm nimmt in Nordrhein-Westfalen weiter an Stärke zu. Ab etwa 21 Uhr werde eine Kaltfront den Niederrhein und das Münsterland erreichen, sagte Meteorologe Daniel Töns vom Deutschen Wetterdienst am Sonntagabend in Essen. Verbreitet werde es Gewitter geben. „Dabei erwarten wir die stärksten Windgeschwindigkeiten“, sagte er.

20.45 Uhr: Sturmtief „Sabine“ erreicht den Düsseldorfer Landtag

Die für Montag angesetzte Sitzung des Untersuchungsausschusses zum Missbrauchskomplex Lügde wurde abgesagt. Das teilte der Vorsitzende des Ausschusses, Andreas Kossiski (SPD), bei Twitter mit.



20.23 Uhr: 70 Einsätze im Kreis Unna - davon 12 in Schwerte

Die Leitstelle des Kreises Unna meldete bis 19.30 Uhr 70 Einsätze – die meisten in Unna (20) und Schwerte (12). Es habe sich ausschließlich um „normale, sturmbedingte Einsätze“ gehandelt, wie Jens Bongers aus der Leitstelle erläuterte. „Da waren noch keine spektakulären oder dramatischen Dinge dabei.“ Kreisweit sind die Feuerwehren mit 530 Kräften in Bereitschaft oder Einsatz.


20.13 Uhr: Interaktiver Sturm-Globus zeigt Windströme auf der ganzen Erde

Die Meteorologen sind sich einig: Der Höhepunkt, das Schlimmste des Sturms, das erwartet NRW erst noch. Wer sehen will, was noch kommt, oder sich die Windströmungen auf der ganzen Erde anschauen will, der kann das mit diesem interaktiven digitalen Globus tun. Gespeist aus Daten der NASA zeigt das Projekt die Windgeschwindigkeit an jedem Punkt der Welt. Das Video unten zeigt nur die Ansicht, ausprobieren kann man es hier: https://earth.nullschool.net/


19.42 Uhr: Frau in Essen durch Schieferplatten verletzt

40 Feuerwehreinsätze gab es bis zum am frühen Abend in Essen. Umgestürzte Bäume, lose Dachziegel, abgeknickte Dachantennen, aber auch ein davonfliegendes Zelt erforderten das Eingreifen der Rettungskräfte. Eine 47 Jahre alte Frau wurde von einer herabstürzenden Schieferplatte verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

Orkan Sabine in NRW: Bahnverkehr normalisiert sich, Haus wird abgerissen

Eine Buche in Essen hat den Böen nicht standhalten können. Die freiliegende Wurzel hatte einen Durchmesser von knapp zwei Metern. © Mike Filzen/Feuerwehr Essen

19.11 Uhr: Feuerwehren im Dauereinsatz

Die Feuerwehren in NRW sind im Dauereinsatz. In Bochum etwa krachte ein Baum in einen geparkten Wagen.

Insgesamt sind in Bochum 185 Kräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr mit 48 Fahrzeugen in zwei Schichten im Einsatz.

18.45 Uhr: Taxi-Schlangen am Dortmunder Hauptbahnhof

Nachdem der Bahnbetrieb komplett eingestellt ist, gibt es lange Schlangen am Infopoint des Dortmunder Hauptbahnhofes berichten die Kollegen der Stadtredaktion in ihrem Ticker aus Dortmund. Vor dem Bahnhof gibt es eine endlose Schlange von Taxis, die Twitter-User Josef filmte:

18.17 Uhr: Zugausfälle auch am Montagmorgen

Die Deutsche Bahn teilt mit, dass es auch am Montagmorgen (10.2.) zu Zugausfällen und Teilausfällen kommen wird. Auch Keolis, der Betreiber der Eurobahn hat den Betrieb eingestellt und wird ihn erst am Montagvormittag wieder aufnehmen. Aktuelle Infos zu den Eurobahn-Zügen liefert Keolis hier.

18.04 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst sagt, was noch kommt

In einem Video erklärt Dipl.-Met. Marcus Beyer vom Deutschen Wetterdienst (DWD) wie sich der Abend und die Nacht mit Orkan Sabine voraussichtlich noch entwickeln werden. Im Westen, also in NRW, ist schon in den frühen Abendstunden mit den ersten richtigen Orkanböen zu rechnen.

17.58 Uhr: Viele Veranstaltungen in der Region fallen aus

Nicht nur Sportveranstaltungen sind am Sonntag ausgefallen. Auch viele andere Events, wie etwa der „Geierabend“ auf der Zeche Zollern in Dortmund-Bövingausen oder das Konzert von Andrea Berg in Halle (Westfalen), sind aus Sicherheitsgründen abgesagt worden.

17.40 Uhr: Die Bahn hat in NRW auch den Regionalverkehr eingestellt


17.33 Uhr: IC fährt im Emsland in umgestürzten Baum

Ein Intercity-Zug ist im Emsland in einen umgestürzten Baum gefahren und steckt auf offener Strecke fest. In dem IC von Amsterdam nach Berlin sitzen etwa 300 Reisende. Ein Notfallmanager sei unterwegs, so die Deutsche Bahn. Der Unfallort liegt bei Salzbergen zwischen dem Grenzbahnhof Bad Bentheim und Rheine.

17.13 Uhr: Flüge in Düsseldorf und Dortmund fallen aus

120 Starts und Landungen fallen am Sonntag am Düsseldorfer Flughafen aus, am Montag sind es bislang 72. Auch der Flugbetrieb am Dortmunder Flughafen ist stark eingeschränkt. Zahlreiche Flüge sind verspätet oder annulliert.

Die Deutsche Bahn hat den den Fernverkehr in NRW inzwischen komplett eingestellt.

16.50 Uhr: Zahlreiche Feuerwehreinsätze in verschiedenen Städten

In vielen Städten gab es bereits zahlreiche Feuerwehreinsätze. Rund 20 waren es bis 14.30 Uhr allein in Dortmund. In Haltern hat die Polizei schon vorsorglich Straßen gesperrt. Auch im Münsterland bereitet man sich auf Schlimmeres vor. So schließen etwa zahlreiche Kneipen und Restaurants früher, das Schwimmbad Aquarius in Borken ist bereits geschlossen.

16.30 Uhr: Es stürmt bereits heftig über NRW - Bahnverkehr behindert

Sturm Sabine hat Nordrhein-Westfalen am Sonntagmittag erreicht. Erste Bäume sind umgekippt, einer liegt in den Gleisen der RE42 (Mönchengladbach-Münster).

Zwischen Lippstadt und Soest musste die Strecke wegen eines Baums in der Oberleitung gesperrt werden, auch die Strecke zwischen Essen und Gelsenkirchen war blockiert. Auch im Sauerland kam es auf einzelnen Gleisen zu Beeinträchtigungen im Regionalverkehr.

Orkan Sabine in NRW: Bahnverkehr normalisiert sich, Haus wird abgerissen

Freiwillige Feuerwehrmänner beseitigen einen umgeknickten Baum auf einer Bahnstrecke. © picture alliance/dpa

Grundsätzlich rät die Deutsche Bahn, Fahrten zu verschieben. Der Fernverkehr in weiten Teilen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins ist bereits komplett eingestellt. Hier geht es zu den aktuellen Infos der Deutschen Bahn.

Ein Baum war am frühen Nachmittag auf der A40 zwischen Dortmund-Lütgendortmund und Dortmund-Kley umgestürzt und hatte die Fahrbahn blockiert. Inzwischen ist die Autobahn wieder frei.

Hier gibt es weitere Infos aus Dortmund:

mit dpa

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Am Montag (10.2.) fällt der Unterricht in einigen Schulen in NRW vorsorglich aus.Können Beschäftigte auch „sturmfrei“ bekommen und der Arbeit fernbleiben? Das steht im Arbeitsrecht.

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