In Omas Café war sie jahrelang als Mitarbeiterin tätig, nun ist Nicole Kiwitt (48) Inhaberin des beliebten Treffpunkts. Das hat viel Arbeit, Geduld und vor allem helfende Hände benötigt.

Werne

, 07.11.2018, 16:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Richtig wuselig ist es in Omas Café an diesem Nachmittag. Immer wieder kommen Stammgäste, Kollegen, Freunde und Familienmitglieder mit Blumen und Geschenken in den Händen vorbei. Sie alle möchten Nicole Kiwitt gratulieren zur Neueröffnung. Dreieinhalb Jahre war die Wernerin hier selbst als Mitarbeiterin tätig. Nun übernimmt sie als Inhaberin die Geschäfte.

Innerhalb von vier Wochen hat sich die 48-Jährige dazu entschlossen, selbstständig zu werden und das beliebte Café in der Konrad-Adenauer-Straße als Inhaberin zu übernehmen. „In der Zeit bin ich auch noch in Urlaub geflogen, der schon lange gebucht war. Alle haben gesagt, dass ich das unbedingt machen soll. Und wer weiß, wann ich das nächste Mal Urlaub machen kann?“, so die Wernerin.

Tatkräftige Unterstützung

Der Weg in die Selbstständigkeit gelingt ihr durch tatkräftige Unterstützung. „Ich möchte mich ganz, ganz herzlich bei meinen Freunden und fleißigen Helfern bedanken. Ohne die hätte ich das alles nicht geschafft“, sagt Nicole Kiwitt, die ihre Tränen verbergen muss. Die Anspannung ist spürbar.

Omas Café erstrahlt mit alter Einrichtung und neuer Inhaberin

Der alte, weiße Herd steht natürlich weiterhin in Omas Café. © Andrea Wellerdiek

An diesem Nachmittag soll alles perfekt sein. Viele Stammgäste sitzen am Tag der Geschäftsübergabe und der offiziellen Neueröffnung schon an den Holztischen und auf den altmodischen Stühlen oder in der rustikalen Sitzecke. Das Ambiente, das an Omas gute Stube erinnert, ist natürlich geblieben. Auch der alte, weiße Kohleofen steht noch im Café, das es seit elf Jahren gibt und das zuletzt der Bäcker Markus Krumkamp aus Stockum geleitet hat.

„Wer weiß, wann ich das nächste Mal Urlaub machen kann?“
Nicole Kiwitt, Inhaberin von Omas Café

Neu ist aber die Speisekarte. Hier gibt es etwa Nudeln, Ofenkartoffeln, Eintöpfe und nun auch glutenfreie Speisen. Einen klassischen Mittagstisch bietet Nicole Kiwitt mit ihrem Team, das derzeit aus zwei weiteren Mitarbeiterinnen besteht, nicht an. Alle Speisen gibt es nicht nur zu einer bestimmten Zeit, sondern solange der Vorrat reicht, erklärt die 48-Jährige.

Für das Frühstücksbüfett gilt das nicht. Das Büfett für 9,95 Euro pro Person bietet das Team montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr und samstags und sonntags von 9 bis 12.30 Uhr an. Eine Anmeldung ist nötig, so Nicole Kiwitt.

Die Wernerin, die schon seit ihrem 14. Lebensjahr in der Gastronomie arbeitet, öffnet das Café jeden Tag. Schon jetzt, vor der Neueröffnung, bedeutet das für ihren 14-jährigen Sohn auch Selbstständigkeit. „Ein riesiges Dankeschön geht auch an meinen Sohn, der sich in den letzten Wochen ohne Mutter über Wasser gehalten hat“, sagt sie.

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