Oebel hat seit Insolvenz jede dritte Filiale geschlossen.

Die ums Überleben kämpfende Aachener Großbäckerei Oebel hat seit dem Insolvenzantrag im Juni bereits rund ein Drittel der ursprünglich 153 Filialen geschlossen. Aktuell seien noch rund 100 Filialen in Betrieb, teilte die Sprecherin des Insolvenzverwalters am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

07.10.2019, 16:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Allein am Montag seien aufgrund von bereits vor der Insolvenz gekündigten Mietverträgen, urlaubszeitbedingten Abwesenheiten und Kündigungen seitens der Mitarbeiter zwölf Filialen geschlossen worden. Der Geschäftsbetrieb laufe aber im Übrigen weiter, hieß es. Auch die Investorensuche dauere noch an.

Oebel hatte am 9. Juli beim Amtsgericht Aachen den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Am 1. Oktober wurde das Insolvenzverfahren formell eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Dirk Wegener von der Wirtschaftskanzlei dhpg bestellt.

Die Großbäckerei Oebel beschäftigte vor dem Insolvenzantrag rund 940 Mitarbeiter. Zur Frage, wie viele von ihnen das Unternehmen mittlerweile verlassen haben, wollte sich die Sprecherin des Insolvenzverwalters nicht äußern.

Die Zahl der Bäckereien in Deutschland schrumpft seit Jahren. Nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks sank die Zahl der Handwerksbäckereien in den letzten 60 Jahren von rund 55 000 im alten Bundesgebiet auf 10 926 Betriebe mit rund 35 000 Filialen im gesamten Bundesgebiet. Einer der Gründe dafür ist das wachsende Angebot an Broten und Backwaren in Supermärkten und bei Discountern.

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