Oberbürgermeisterin Reker: „Keinen Zentimeter zurückweichen“

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat nach der Festnahme eines mutmaßlich rechtsextremistischen Tatverdächtigen im Mordfall des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke zur Wachsamkeit aufgerufen. „Diese furchtbare Tat macht uns wieder einmal deutlich, dass die Feinde unserer offenen Gesellschaft keine Grenzen kennen“, sagte Reker, die selbst von einem Rechtsextremisten attackiert worden war, der Deutschen Presse-Agentur. „Sie sind bis auf das Äußerste zu allem bereit. Das muss uns wachsam machen, aber nicht ängstlich. Es muss uns zusammenhalten, aber nicht zusammenschrecken lassen. Denjenigen, die unsere offene und freie Gesellschaft bedrohen, muss klar sein, das wir keinen Zentimeter zurückweichen. Das hat auch mich immer wieder motiviert und tut es heute mehr denn je.“

18.06.2019, 09:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Oberbürgermeisterin Reker: „Keinen Zentimeter zurückweichen“

Henriette Reker (parteilos), Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, bei einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini/Archivbild

Reker war 2015 im Oberbürgermeister-Wahlkampf von einem rechtsextremistischen Attentäter mit einem Messer in den Hals gestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Die heute 62-Jährige lag mehrere Tage im künstlichen Koma. Der Attentäter verletzte außerdem vier andere Menschen, die dabeistanden. Er wurde vom Oberlandesgericht Düsseldorf wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu 14 Jahren Haft verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts wollte er mit der Tat ein Signal setzen gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Die parteilose Reker war im Wahlkampf von CDU, FDP und Grünen unterstützt worden.

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