Notgeld, weil Münzen fehlen

19.11.2018, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Notgeld, weil Münzen fehlen

Auf Briefe musste ein hohes Porto geklebt werden. © Sammlung Grünewald

Genau vor 95 Jahren, im November 1923, gab es in Fröndenberg eigene Geldscheine. Das Geld war zuvor in Deutschland ganz wenig wert geworden; das galt auch für Briefmarken. Denn die damalige Regierung hatte streikenden Arbeitern zur Unterstützung Geld bezahlt und damit das Geld im ganzen Land stark vermehrt.

Wenn es aber zu viel Geld insgesamt gibt, ist jeder einzelne Geldschein weniger wert. das nennt man Inflation. Das Silber der Münzen war sogar wertvoller als der aufgedruckte Wert der Münze. Die Münzen gaben die Leute daher nicht mehr aus. Kleingeld wurde damit immer knapper, man konnte kaum noch seine Waren bezahlen. Daher gab die Stadt Fröndenberg eigene Geldscheine aus, die man Notgeld nannte.

Somit konnte zumindest wieder eine Zeitlang bezahlt werden. Weil das Geld so wenig wert war, musste man aber Scheine mit einem Aufdruck von 1 Million Mark oder einem noch höheren Betrag ausgeben. Die Mark war die damalige Währung in Deutschland.

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