Nordwall-Center: Aus für Zusammenarbeit mit der ITG

dzBaupläne

Jetzt ist es offiziell: Nur noch wenige haben an eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Stadt Menden mit dem Investor fürs Nordwall-Center geglaubt. Die ITG zieht nun einen Schlussstrich.

Menden

, 06.11.2018, 12:24 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Einkaufszentrum am Nordwall in der Mendener Innenstadt wird es zumindest in Zusammenarbeit mit dem Investor ITG offenbar nicht geben. Nach Gerüchten über die Aufkündigung der Zusammenarbeit zwischen Investor und Stadt, hat die Stadt Menden den Sachverhalt nun offiziell bestätigt.

Schreiben aus Oktober

Stadtsprecher Johannes Ehrlich zitiert aus einem Schreiben der ITG an die Verwaltung. Darin heißt es: „Unter diesen Gegebenheiten halten wir weitere Gespräche über eine Umsetzung des Vorhabens für zwecklos.“ Bereits am 26. Oktober war dieses Schreiben bei der Stadt eingegangen. Der Arbeitskreis Nordwall, bestehend aus Vertretern aller politischen Fraktionen im Rat und der Stadtverwaltung, hat sich in einer Sitzung am Montag mit der Aussage der ITG befasst.

„Mit Bedauern wurde einheitlich festgestellt, dass die ITG mit diesem Schreiben die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung offensichtlich aufgekündigt und für beendet erklärt hat“, so Johannes Ehrlich.

Daher solle nun in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planen und Bauen die provisorische Nutzung der Fläche Nordwall, auf der das alte Parkhaus inzwischen abgerissen ist, wieder aufgenommen werden. Ziel soll sein, dass dort so schnell wie möglich Parkplätze geschaffen werden. Die Nutzung der Fläche als Parkplatz war ohnehin als Zwischenlösung angedacht.

Mit dieser Nachricht bestätigt sich, was viele Mendener lange befürchtet haben. Obwohl Politik und Verwaltung dem Investor immer wieder eine Chance gegeben hatten, zieht dieser sich nun vollständig aus seinen Plänen für Menden raus.

Zuletzt neue Pläne

Zuletzt wurde ihm geduldig eingeräumt, am Standort Nordwall eine neue Idee zu verwirklichen, nachdem die ursprünglichen Pläne für das Nordwallcenter bereits gestorben waren. Immer wieder räumte die Stadt der ITG im Lauf der Zeit neue Fristverlängerungen ein. Politik und Bürger bemängelten vor allem die Intransparenz des Verfahrens und mangelnde Kommunikation vonseiten der ITG.