Niedersachsen und NRW wollen Grenzverkehr verbessern

Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wollen den Verkehr an der etwa 600 Kilometer langen Landesgrenze besser organisieren. Die Verkehrsminister beider Länder schlossen am Montag ein Transitabkommen, das überfüllte Parkplätze und Lkw-Kolonnenfahrten nach Feiertagen verhindern soll, wie das Ministerium in Hannover mitteilte. Die sehr stark befahrenen Grenzautobahnen sollten weniger strapaziert werden, sagte Niedersachsens Minister Bernd Althusmann (CDU). Sein Amtskollege aus NRW, Hendrik Wüst (CDU), betonte, dass beide Wirtschaftsstandorte von entzerrtem Lkw-Verkehr und freien Transitverbindungen profitierten.

11.11.2019, 17:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Niedersachsen und NRW wollen Grenzverkehr verbessern

Bernd Althusmann (CDU), Niedersachsens Wirtschaftsminister, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild

Hintergrund sind die unterschiedlichen Feiertage: in Niedersachsen zum Reformationstag am 31. Oktober und in NRW zu Allerheiligen am 1. November. Mit dem Abkommen soll vermieden werden, dass Lkw-Fahrer auf ihrem Weg durch die Länder an beiden Tagen von Feiertagsfahrverboten betroffen sind. Das Vorhaben ist Teil einer sogenannten Osnabrücker Erklärung, die nach einer Münsteraner Erklärung vom Februar geschlossen wurde.

„Auf den Wasserstraßen sind noch Kapazitäten frei“, sagte Wüst. Damit mehr Güter von der Straße aufs Schiff verlagert werden können, wollen sich beide Minister beim Bund für mehr Tempo bei der Sanierung von Wasserstraßen einsetzen. Als einen weiteren Schwerpunkt nimmt die Abstimmung den Ausbau von Radschnellwegen in Blick.

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