Niederländische Post: Deutschlandgeschäft verkauft

Die niederländische Post zieht nach knapp zwei Jahrzehnten einen Schlussstrich unter ihr Deutschlandgeschäft. Ihre Tochterfirma Postcon sei an die Beteiligungsgesellschaft Quantum Capital Partners verkauft worden, teilte PostNL am Montag in Ratingen mit. Angaben zum Preis wurden nicht gemacht. Die Postcon hat eine eigene Zustellung im Rheinland und Ruhrgebiet. Zudem gehört ihr die PIN Mail in Berlin. Insgesamt hat das Unternehmen 3500 eigene Mitarbeiter. Auch über Partner werden Briefe bundesweit zugestellt.

05.08.2019, 15:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Niederländische Post: Deutschlandgeschäft verkauft

Ein Mitarbeiter der PIN AG sortiert Postsendungen. Foto: Rainer Jensen/Archivbild

Die Firma ist ein direkter Wettbewerber der Deutschen Post, die allerdings wesentlich größer ist und im Briefgeschäft auf einen Marktanteil von 81 Prozent kommt. Die anderen Wettbewerber, zu denen die Postcon gehört, schaffen es demzufolge auf nicht mal 20 Prozent - immerhin konnten sie ihre Sendungsmenge 2018 nach Angaben der Bundesnetzagentur von 2,6 auf 2,8 Milliarden steigern, während die Deutsche Post ein Minus hinnehmen musste. Der Markt insgesamt schrumpft seit langem - statt Briefe zu verschicken, setzen immer mehr Firmen und Bürger auf digitale Alternativen.

Postcon-Chef Rüdiger Gottschalk zeigte sich optimistisch, die Marktposition der Firma mit den neuen Eigentümern weiter ausbauen zu können. Quantum Capital Partners ist in der Postbranche bislang noch nicht sehr bekannt, die Beteiligungen des Münchner Unternehmens sind bisher eher in der Metallbranche angesiedelt. Zur Gültigkeit der Übernahme fehlt noch die kartellrechtliche Zustimmung.

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