Nicht im Sinne der Bewohner

Kommentar

25.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Alle, die mit den geräumten Häusern an der Töddinghauser Straße zu tun haben, betonten bei nahezu jedem Gespräch: Die Rückkehr der Bewohner in ihre Wohnungen habe bei jeglichem Handeln oberste Priorität. So langsam wachsen die Zweifel, ob das stimmt. Der Brandschutz-Gutachter, der für die Eigentümer arbeitet und spricht, und die Behörden steuern ganz offensichtlich auf einen Konflikt zu.

Das liegt zum einen daran, dass sie fundamental unterschiedliche Ansichten über das Ausmaß der Brandschutzmängel in den beiden Häusern und über die Möglichkeit ihrer Beseitigung haben. Allerdings drängt sich auch der Eindruck auf, dass hier nicht mit ganz offenen Karten gespielt wird. Und zwar auf beiden Seiten. Im Sinne der Bewohner, die dringend auf eine Rückkehr in ihre Häuser warten, ist das sicherlich nicht.

Und schon gar nicht, dass bei dem Konflikt womöglich auch persönliche Befindlich- und Eitelkeiten einiger Beteiligter einer Rolle spielen.

Die sollten sie sich angesichts der Dramatik der Situation verkneifen. Es erscheint nicht gerade unwahrscheinlich, dass die Sache über kurz oder lang vor dem Verwaltungsgericht landet. Ob das unbedingt im Sinne der Bewohner ist, darf man ebenfalls in Frage stellen. Andererseits würde ein Urteil für die Bewohner zumindest Rechtssicherheit mit sich bringen.

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