Neusser Salafist wegen Falschaussage verurteilt

Wegen Falschaussage im Prozess gegen den Islamistenführer Sven Lau ist ein Salafist aus Neuss zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht in Düsseldorf sprach den 39-Jährigen am Donnerstag schuldig, in dem Verfahren vor dem Oberlandesgericht gelogen zu haben.

15.11.2018, 02:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er hatte bestritten, dass Lau ihn im September 2013 nach Syrien zu einer Kampfeinheit der terroristischen Organisation Jamwa geschleust und dabei persönlich zum Düsseldorfer Flughafen gebracht habe. Er sei selbstständig nach Syrien geflogen, hatte der Neusser damals behauptet. Am Donnerstag räumte er ein, dass dies gelogen gewesen sei. Er habe seinen langjährigen Weggefährten Lau mit der falschen Aussage entlasten wollen.

Die Amtsrichterin hielt dem Neusser zugute, dass er vor seiner Aussage offenbar von Salafisten bedroht und in der Verhandlung von seinem langjährigen Freund Sven Lau direkt angesprochen und so unter Druck gesetzt worden sei.

Im Februar 2017 war der Neusser wegen des Versuchs, sich in Syrien einer Terrorgruppe anzuschließen, selbst zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Seit Februar 2018 ist er wieder auf freiem Fuß. Sven Lau war zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

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