Neururer glaubt nicht an Wattenscheid-Rettung: „Lügengerüst“

Sportdirektor Peter Neururer glaubt nicht mehr an eine wirtschaftliche Rettung des Fußball-Traditionsclubs SG Wattenscheid 09. „Die werden keinen Sponsoren kriegen in der Größenordnung, wie er jetzt benötigt wird“, sagte Neururer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Bis zum 18. Oktober müssen Geldgeber gefunden werden, die den monatlichen Finanzbedarf von 70 000 bis 100 000 Euro für den Spielbetrieb in der Regionalliga West decken. Er habe „seit Mai kein Geld mehr bekommen“, sagte der 64-Jährige. „So etwas wie in Wattenscheid habe ich noch nicht erlebt. Der Verein ist auf einem Lügengerüst aufgebaut. Die Spieler tun mir leid.“

11.10.2019, 12:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neururer glaubt nicht an Wattenscheid-Rettung: „Lügengerüst“

Sportdirektor Neururer glaubt nicht mehr an eine wirtschaftliche Rettung der SG Wattenscheid 09. Foto: Andreas Gebert/dpa

Das verleitet den langjährigen Bundesliga-Trainer aber nicht dazu, seine Karriere zu beenden. „Wattenscheid kann mich nicht so sehr schocken, dass ich aufhöre“, sagte er. „Ob wieder als Trainer oder Sportdirektor: Ich mache weiter. Ich bin zu fast allen Seiten offen. Aber sowas wie mit Wattenscheid passiert mir nicht nochmal.“

Der frühere Bundesligist kämpft seit Jahren ums finanzielle Überleben. Über sein Vermögen war am 1. Oktober ein Insolvenzverfahren eröffnet worden.

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