Top 10 vor Weihnachten: Neureuther Achter in Madonna

Mit dem besten Ergebnis seiner bislang so schwierigen Saison verabschiedet sich Felix Neureuther in die kurze Weihnachtspause. Beim Klassiker in Madonna di Campiglio profitiert er auch von den ungewöhnlichen Patzern der Konkurrenz.

22.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Mit dem wichtigen ersten Top-10-Platz des WM-Winters und guten Vorsätzen schon vor Silvester hat sich Felix Neureuther in die kurze Weihnachtspause verabschiedet.

Beim Slalom-Klassiker von Madonna di Campiglio belegte der beste deutsche Skirennfahrer den achten Platz und sammelte wichtige Punkte für die Startliste bei den vielen Slalom-Rennen im Januar. „Wenn ich den großen Fehler nicht mache, hätte eine wahnsinnig gute Platzierung für mich rauspringen können“, sagte Neureuther. „Jetzt gilt es zu arbeiten zwischen Weihnachten und Neujahr, und ich freue mich dann schon sehr, sehr auf den Januar.“

Zagreb, Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming heißen die nächsten Slalom-Stationen vor den Weltmeisterschaften im Februar. Neureuther wähnt sich nach dem schwierigen Saisonstart auf einem guten Weg. Im erst dritten Rennen nach seinem überstandenen Kreuzbandriss war er vor allem mit dem zweiten Lauf einverstanden, trotz des Fehlers. „Mit der Vorbereitung jetzt hier so dabei zu sein, stimmt mich sehr positiv“, sagte er.

Beim überraschenden ersten Weltcup-Sieg in einem Einzelrennen für den Schweizer Daniel Yule fehlten Neureuther am Ende 0,76 Sekunden auf die Podestplätze. Die Ränge zwei und drei gingen an die Österreicher Marco Schwarz und Michael Matt. Dominik Stehle kam auf Rang 24 und war damit nicht zufrieden. „Ich ärgere mich über den zweiten Durchgang“, sagte er. Fehler machte er kaum, war aber zu langsam.

Marcel Hirscher vergab als Führender nach dem ersten Durchgang den möglichen sechsten Saisonsieg mit einem frühen Fehler im Finale. Wie der Österreicher patzte auch Henrik Kristoffersen aus Norwegen. Auch deswegen rutschte Neureuther noch in die Top 10.

Im ersten Lauf war ihm das fehlende Training anzumerken. „Ich habe bei der Hälfte leider ziemlich Tempo rausgenommen. Da war die Unsicherheit leider noch zu groß“, sagte er. Nach überstandenem Kreuzbandriss kamen viele verpasste Trainingseinheiten durch den gebrochenen Daumen hinzu. „Das hier ist für mich das beste Training, das ich haben kann: ein Rennen“, sagte Neureuther.

Die anderen deutschen Fahrer hatten die Qualifikation für den zweiten Lauf verpasst und die auch für höhere Nummern noch sehr gute Piste nicht für sich nutzen können. Linus Straßer musste auf Platz 31 mit nur 1,71 Sekunden Rückstand schon früher in die Weihnachtsferien als erhofft. Zum Vergleich: In Saalbach-Hinterglemm am Donnerstag hatten bei deutlich schlechterer Piste dem 30. noch 5,31 Sekunden Rückstand auf die Spitze für den Einzug in den zweiten Durchgang gereicht. In Levi beim ersten Slalom des WM-Winters reichten 2,01 Sekunden.

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