Neues Konzept bei der Fröndenberger Musiknacht

Kultur

Ein Abend, drei Bands und beste Unterhaltung. Das verspricht die Fröndenberger Musiknacht. Trotz langer Tradition wartet die mit so mancher Premiere auf.

von Jennifer Freyth

Fröndenberg

, 20.08.2019, 15:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neues Konzept bei der Fröndenberger Musiknacht

Freuen sich auf die Musiknacht: Sören Stein (Scyfer) Torsten Wiludda und Tanja Söldner (Broken Springs), Simon Thomas (M.I.N.A) und Jörg Segtrop (Scyfer). © Udo Hennes

Zum Sommersonntagskonzert gehört in Fröndenberg auch immer die Musiknacht. So gegensätzlich das Programm mit gediegenem Chorgesang am Sonntagnachmittag und fetzigem Rock und Pop am Samstagabend auch ist, so gut funktioniert das Veranstaltungskonzept. Kleine Änderungen wird es bei der diesjährigen Auflage am 31. August dennoch geben.

Fröndenberger Musiknacht

Livemusik von drei Bands

Die Fröndenberger Musiknacht beginnt am Samstag, 31. August, um 18 Uhr und endet um 23 Uhr. Auf der Bühne stehen M.I.N.A, Scyfer und Broken Strings. Der Eintritt ist frei.

Michael Tillmann, der seit Oktober für Fröndenbergs Kultur verantwortlich zeichnet, will der Musiknacht ein bisschen frischen Wind verleihen. Das fängt beim veränderten Standort die Bühne an, die nun vor der Buchhandlung Kern mit Blickrichtung zum Markgrafen aufgebaut sein wird. Und es hört beim Programm auf. So setzt Tillmann auf gänzlich neue Bands. „Das birgt zwar auch ein Risiko, weil man nicht weiß, wie neue Bands ankommen. Aber die Musiknacht hat auch den Anspruch, mal etwas Neues zu bieten“, sagt Tillmann. Das müsse übrigens nicht allein aus Fröndenberg kommen, so der Kulturbeauftragte.

Und so bestreiten in diesem Jahr mit den Bands M.I.N.A, Scyfer und Broken Strings nicht allein musikalische Eigengewächse die Musiknacht.

Mit eigener Musik aus Ardey in Fröndenbergs gute Stube

M.I.N.A – das sind Simon Thomas und Laura Siedlarek aus Iserlohn sowie Tobias Page aus Fröndenberg. Die Dreierformation hat in den vergangenen Monaten in ihrem Probenraum an der Ardeyer Straße hinter verschlossenen Türen an neuen Stücken gefeilt, die sie nun ihrem Publikum präsentieren will. Mit moderner deutschen Rockmusik, die sich durch zweistimmigen Gesang, gewürzt mit einer Prise elektronischem Sound auszeichnet, wollen sie dem Publikum als Vorband bei der Musiknacht einheizen. Auf den Auftritt auf der großen Bühne freuen sich die Hobbymusiker, die 2018 mit dem Unnaer Rio-Reiser-Songpreis ausgezeichnet wurden, schon. Denn als Band, die keine Coversongs, sondern ausschließlich eigene moderne Rockmusik mit deutschen Texten macht, sei es äußerst schwierig über Jugendzentren hinaus Gelegenheit zu Auftritten zu bekommen. Dabei betont Sänger Simon Thomas: „Unsere Songs muss man nicht kennen, um mitmachen zu können. Ein Wohooo kriegt jeder hin.“

Nach 25 Jahren den ersten Auftritt in Fröndenberg

Ohne große Umbauten soll es dann Schlag auf Schlag mit den nächsten beiden Bands weitergehen. Scyfer und Broken Strings wollen im Wechsel mit ihren Sets den restlichen Abend bestreiten. Eine Neuerung, hat bisher doch eine Band nach der anderen ihr Programm abgespult. „Diesmal haben wir damit nicht nur einen Haupt-Act, sondern zwei“, sagt Tillmann.

Für die Fröndenberger Band Scyfer, die immerhin schon seit stolzen 25 Jahren auf der Bühne steht, ist es der erste, offizielle Auftritt in der Heimat. „Wir sind hier zwar die Oldies, aber das gilt nicht für unsere Musik“, sagt Jörg Segtrop. Neben dem Schlagzeuger gehören auch Sascha Schieferdecker (Gesang), André Wagner (Gitarre), Sören Stein (Gitarre), Peter Krämer (Keyboards) und Marius Grüne (Bass) zu der Gruppe, die im Rock zu Hause ist. Zwar macht auch sie zum Großteil eigene Musik, aber auch gecoverte Songs, denen Scyfer freilich ihren musikalischen Stempel verpassen, gehören zu ihrem Repertoire. Unsere Musik ist rockig, aber angenehm. Wir machen kein Heavy Metal. Wir wollen die Fröndenberger ja schließlich nicht verschrecken“, schmunzelt Segtrop, der sich mit seinen Bandkollegen schon auf die Idee mit den schnellen musikalischen Wechseln freut.

Dortmunder Coverband spielt Evergreens und Aktuelles

Scyfer werden die Musiknacht im Wechsel mit der Dortmunder Band Broken Strings bestreiten. Sebastian Bellersen-Weber (Schlagzeug), Bernhard Blacker (Keyboard), Frank Romanowski (Bass), Tanja Söllner (Gesang) und Torsten Wiludda (E-Gitarre) gehören zur aktuellen Formation der Band, die seit zehn Jahren als Pop-Rock- und Soul-Coverband auf der Bühne steht. Zum Programm der fünf Bandmitglieder gehören Evergreens der vergangenen 50 Jahre – ebenso wie Songs aus den aktuellen Charts.

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