Neues Integrationsnetzwerk in NRW

Viele Menschen mit ausländischen Wurzeln müssen sich laut der nordrhein-westfälischen Staatssekretärin für Integration, Serap Güler, gegen ein feindseligeres Klima wehren. Betroffene berichteten über verbale und körperliche Angriffe, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

18.10.2018, 11:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neues Integrationsnetzwerk in NRW

Serap Güler (CDU), Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in NRW. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Am Donnerstag stellt sich in der Landeshauptstadt ein neu gegründetes Netzwerk von Migrantenorganisationen in NRW vor. Die 160 Mitglieder aus sieben Städten wollen die sozialen und kulturellen Interessen von Menschen mit ausländischen Wurzeln wirkungsvoller vertreten.

Migrantenorganisationen berichteten, dass viele sich benachteiligt, ausgeschlossen und als zweitrangige Mitglieder der Gesellschaft fühlten, sagte Güler. Aktuelle politische Diskussionen hätten mit dazu beigetragen.

Viele nähmen eine veränderte Stimmung im Land wahr: „Wurde man vorher als eine kopftuchtragende Frau in der Bahn oder auf der Straße mit Blicken missbilligt, ist es heute keine Seltenheit mehr, dass man auch einen Spruch beim Vorbeilaufen zu hören bekommt.“

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