Neuer Thyssenkrupp-Chef Kerkhoff legt Bilanz vor

Der erst wenige Wochen amtierende Thyssenkrupp-Chef Guido Kerkhoff legt heute erstmals die Bilanz des Essener Industriekonzerns für 2018 vor. Schon im Vorfeld hatte der langjährige Finanzchef des Unternehmens eine ganze Reihe von Problemen einräumen müssen. Gleich zwei Mal musste Kerkhoff die Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017/18 (30.9.) nach unten korrigieren, nachdem er Ende September die Nachfolge des überraschend zurückgetretenen Vorstandschefs Heinrich Hiesinger angetreten hatte.

21.11.2018, 02:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neuer Thyssenkrupp-Chef Kerkhoff legt Bilanz vor

Guido Kerkhoff, der erst seit wenigen Wochen amtierende Thyssenkrupp-Chef. Foto: Ina Fassbender/Archiv

Zur Begründung hatte er unter anderem auf Rückstellungen für Kartellrisiken hingewiesen. Wegen der neuen Belastungen rechnet Thyssenkrupp für das abgelaufene Jahr nur noch mit einem geringen Gewinn von 100 Millionen Euro nach 271 Millionen Euro im Vorjahr.

Weitere Baustellen sind die mit Qualitätsproblemen kämpfende Komponentensparte und der Anlagenbau. Kerkhoff will den Konzern aufspalten und das Stahlgeschäft in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem indischen Konkurrenten Tata einbringen. Allerdings haben die EU-Wettbewerbshüter Bedenken angekündigt.

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