Neuer Ansprechpartner für Pflegende

Pflegestützpunkt Lünen

Nach neun Jahren beim Pflegestützpunkt Lünen geht Markus Siegmann neue berufliche Wege. Die Beratung für Pflegende und Pflegebedürftige ist aber nach wie vor gesichert.

Lünen

, 02.11.2018, 09:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neuer Ansprechpartner für Pflegende

Markus Siegmann (r.) verlässt Lünen und den Pflegestützpunkt. Seine Beratungsaufgaben übernimmt ab 5. November Falko Lange. © Beate Rottgardt

Es ist ein lachendes und ein weinendes Auge, mit dem Markus Siegmann auf neun Jahre im Pflegestützpunkt Lünen zurückblickt. Lachend, weil es viele interessante und berührende Begegnungen mit verschiedenen Menschen gab, bei denen der Knappschafts-Mitarbeiter viel gelernt hat. Weinend, weil er sich nun auch von seinen Ratsuchenden und Mitstreitern in vielen Netzwerken verabschieden muss.

Der Abschied ist selbst gewählt. Denn nach 18 Jahren mit täglich 100 Kilometern Autofahrt zur und von der Arbeit wechselt er nun zu einer Arbeitsstelle deutlich näher an seinen Wohnort Witten heran. „Nach einer schweren Erkrankung in diesem Jahr, die auf Stress zurück zu führen war, habe ich mir überlegt, doch endlich mal den Rat selbst zu befolgen, den ich meinen Kunden immer gebe - achtsamer mit sich selbst umzugehen“, so der 39-Jährige.

2009 startete Pflegeberatung

In Bochum hat er bei der Knappschaft seine Ausbildung absolviert, dann in Hamm bei der Krankenkasse gearbeitet. Nach seinem Zivildienst kam Siegmann dann vor knapp 18 Jahren nach Lünen. „Zuerst hab ich mich mit den Themen Hilfsmittel und Pflege beschäftigt.“

2009 begann er mit der Pflegeberatung. Ein Jahr später wurde vom Kreis der Pflegestützpunkt Lünen in den Räumen der Knappschaft eingerichtet und Siegmann beriet nun alle Ratsuchenden, egal, bei welcher Krankenkasse sie versichert sind. „Da ging ganz viel über Mundpropaganda, Kunden schickten mir ihre Verwandten oder Bekannten, die Rat beim Thema Pflege suchten. Und das war für mich auch das schönste Lob“, so Siegmann.

Netzwerkarbeit war ihm auch wichtig. Er war eines der Gründungsmitglieder des Netzwerks Demenz, engagierte sich beim Netzwerk Altenarbeit, informierte bei Sprechstunden von Senioren- und Behindertenbeirat. Wie wichtig für pflegende Angehörige gerade von Demenzkranken der Austausch ist, zeigte sich bei den Kursen „Hilfe für die Helfenden“. Auch hier war Siegmann mit dabei.

Falko Lange übernimmt Aufgaben

Die Arbeit im Pflegestützpunkt geht auch nach seinem beruflichen Wechsel weiter. Falko Lange übernimmt Siegmanns Aufgaben. Der 39-jährige Dortmunder kennt sich auch bestens aus beim Thema Pflege. „Ich habe eine Ausbildung als Pflegefachkraft und als Palliativfachkraft, war im ambulanten Bereich tätig und hatte auch da schon Beratung als Schwerpunkt“, so Lange, der seit 2016 bei der Knappschaft tätig ist. Er will Ratsuchende „individuell und umfassend informieren und die Bedarfe ermitteln.“

Bevor er Lünen verlässt, dankt Markus Siegmann seinen Kunden für deren Vertrauen und auch zwei Lünerinnen ganz besonders: „Die frühere Seniorenbeirats-Vorsitzende Eleonore Köth-Feige hat mir ein anderes Bild von Alter gezeigt als ich es kannte und Annette Goebel, Koordinatorin für Altenarbeit, hat mich sofort unter ihre Fittiche genommen, als ich mit dem Stützpunkt begann.“ Und da ist es wieder - das lachende und das weinende Auge.

  • Falko Lange ist ab 5. November im Pflegestützpunkt zuständig für die Beratung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen.
  • Der Pflegestützpunkt Lünen ist weiterhin im Haus der Knappschaft, Arndtstraße 4, zu finden.
  • Beratungstermine sollte man im Vorfeld vereinbaren. Entweder telefonisch, Tel. (02306) 70 03 92, oder per Mail an falko.lange@kbs.de
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