Neue Markierungen: Gefährliche Kreuzung soll für Radfahrer sicherer werden

Tödliche Unfälle

Nach tödlichen Unfällen an der Kreuzung Moltkestraße/Konrad-Adenauer-Straße hat die Stadt jetzt reagiert. Radfahrer sollen durch neue Markierungen sicherer über die Kreuzung geführt werden.

Lünen

, 19.11.2018, 17:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neue Markierungen: Gefährliche Kreuzung soll für Radfahrer sicherer werden

Markierungsarbeiten an der Kreuzung Moltkestraße / Konrad-Adenauer-Straße - die Stelle soll so sicherer werden. © Fröhling

Die Kreuzung der Konrad-Adenauer-Straße mit der Moltkestraße wurde Ende letzter Woche verändert - und „sicherer gemacht“, wie die Stadt am Montag mitteilte. Neue Ampeln wurden demnach schon vor einigen Wochen aufgebaut, nun folgte auch eine neue Fahrbahnmarkierung.

Das Augenmerk lag laut Stadt vor allem darauf, Fahrradfahrer zu schützen. In den vergangenen Jahren hatte es mehrere tödliche Unfälle an der Kreuzung gegeben, bei denen Radfahrer von abbiegenden Lkw erfasst wurden.

Radler sind jetzt gut zu sehen

Die Fahrradspur rechts der Autofahrerspuren gibt es jetzt nicht mehr. Radfahrer, die links abbiegen oder geradeaus fahren wollen, ordnen sich nun auf einem rot markierten Streifen links von der Rechtsabbiegerspur ein. Auf diese Weise begegnen sich an der Ampel geradeausfahrende Radfahrer und rechtsabbiegende Autofahrer nicht mehr.

Radfahrer, die rechts abbiegen wollen, ordnen sich nun gemeinsam mit den Autos und Lkw auf der Rechtsabbiegerspur ein: Nicht neben den Autos und Lkw, sondern davor und dahinter, so dass die Radler gut zu sehen sind. Dass Fahrräder und Autos, die nach rechts abbiegen wollen, sich eine Spur teilen, wird durch große Piktogramme auf der rechten Spur verdeutlicht.

Für die Markierungsarbeiten wurde die Straße nicht abgesperrt, um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen. Mit der Umgestaltung der Verkehrsführung wurde ein Beschluss des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung vom Februar dieses Jahres umgesetzt.

Vergleichbare Lösung gab’s auch in Dortmund

Dem Beschluss vorangegangen waren eine Analyse der Unfallsituation und ein Sicherheitsaudit, „die in den Lösungsvorschlag mündeten, der nun umgesetzt wurde“, berichtete die Stadt. Zuvor hatte ein Gutachter aber schon eine komplette Umgestaltung der Kreuzung vorgeschlagen. Das wäre jedoch aufwendig und teuer geworden.

Jetzt also die „kleine Lösung“: „Mit einer vergleichbaren Lösung an der Kreuzung Hohe Straße/Südwall hatte auch die Stadt Dortmund bereits gute Erfahrungen gemacht“, schreibt die Stadt. Wegen der neuen Verkehrssituation an der Kreuzung bittet die Stadt Lünen alle Verkehrsteilnehmer, sich besonders umsichtig und rücksichtsvoll zu verhalten.

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