Neue Kita-Gruppe in ehemaliger Sparkassen-Zweigstelle in Gahmen

dzVerwaltung schlägt vor

Der Bedarf an Kita-Plätzen ist weiter groß. Die Verwaltung hat aber Ideen, die Abhilfe schaffen sollen. Eine davon ist die Einrichtung einer Kita-Gruppe in einer ehemaligen Sparkasse.

Lünen

, 27.11.2018, 16:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie groß die Unterversorgung tatsächlich ist, zeigen diese Zahlen. Zum Stichtag 31. Oktober 2018 fehlen 89 Plätze für Kinder über drei Jahren und sogar 135 für Kinder unter drei Jahren.

Zumindest die älteren Kinder aus dem Lüner Süden sollen von dieser neuen Lösung bald profitieren. Dort sind noch 40 Kinder unversorgt. Bis zum 1. April 2019 sollen die rund 200 Quadratmeter großen Räume der ehemaligen Zweigstelle der Sparkasse an der Gahmener Straße umgerüstet worden sein. Die Zweigstelle hatte die Sparkasse 2014 unter großen Bürgerprotesten geschlossen.

AWO soll Träger werden

Die Umrüstung habe der Vorstand der Sparkasse schon zugesagt, schreibt die Verwaltung in einer Vorlage für den Jugendhilfeausschuss, der am Dienstag, 4. Dezember, tagt. Die Stadt würde sich dann verpflichten, bei entsprechendem Votum aus Ausschuss und später dem Rat, die Räumlichkeiten für mindestens fünf Jahre zu mieten oder einen freien Träger als Mieter zu gewinnen.

Als Träger hat die Stadtverwaltung auch schon jemanden im Blick: Die AWO. Die nämlich betreibe nur rund 400 Meter Luftlinie entfernt die Kita Lummerland. Die Sparkassen-Räumlichkeiten könnten dann „als Dependance geführt werden“, wie es in der Vorlage heißt. Ob die AWO dazu bereit ist, war zunächst noch unklar.

Sparkassen-Zweigstelle seit 2014 geschlossen

Die Stadt hat aber auch vorgesorgt, sollte die AWO dort nicht Träger werden wollen. Dann nämlich „könnte die Gruppe als 5. Gruppe an die Kita Schachtweg angesiedelt werden“. Die städtische Kita ist auch nur etwa 400 Meter entfernt.

Die Räume stehen leer, seitdem der Sparkassen-Vorstand um Ulrich Fischer 2014 entschieden hatte, diesen Automaten-Standort zu schließen. Die Sparkassen-Führung hatte das mit hohem Kostendruck begründet und den Bürgern empfohlen, sich Geld gegen eine Gebühr von 15 Euro bringen zu lassen. Eine Lösung, die ein Gahmener uns gegenüber damals mit den Worten kommentiert hatte: „Die haben wohl einen rostigen Nagel im Kopf.“

Nach der Schließung standen die Räume zuletzt leer.

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