Neue Drogenspürhunde: Handy-Suchhund noch im Testeinsatz

Die Justiz in Nordrhein-Westfalen setzt zunehmend auf Hunde, um Drogen und Handys in den Gefängnissen aufzuspüren. Am 11. April sollen vier Belgische Schäferhunde und ein Holländischer Schäferhund in der Polizeischule Schloß Holte-Stukenbrock ihre Prüfung ablegen: Thor, Freya, Jada, Rex und Sira. Wie das Justizministerium auf Anfrage berichtete, werden dann elf Diensthunde in den 36 Vollzugsanstalten des Landes im Dauereinsatz sein. Die Zahl der Hundeführer wird auf acht verdoppelt.

29.03.2019 / Lesedauer: 2 min

Daneben läuft ein Feldversuch mit dem Rottweiler Yam - laut NRW-Justizministerium derzeit wohl der einzige Diensthund in Deutschland, der sowohl Drogen als auch Handys, USB-Sticks und SIM-Karten erschnüffeln kann. „Am Ende des ersten Halbjahres wollen wir Bilanz ziehen und sicher gehen, dass mit der Konditionierung auf Handys keine Einschränkungen bei der Suche nach Drogen verbunden sind“, sagte NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Im lippischen Lügde hatte kürzlich der sächsische Polizeihund Artus für Schlagzeilen gesorgt. Er hatte dort auf einem Campingplatz Beweismittel in dem Kindesmissbrauchsskandal gesucht und einen verborgenen USB-Stick aufgespürt. Wie Yam kann der Belgische Schäferhund Artus unter anderem Lithium erschnüffeln - allerdings keine Drogen.

Im vergangenen Jahr fanden die Drogenspürhunde in NRW bei 214 Gefängnis-Einsätzen insgesamt 139 Mal Drogen, 99 dazugehörige Utensilien sowie weitere sicherheitsrelevante Gegenstände wie Ladekabel oder Tätowiergeräte.

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