Neubau von Duisburger Rheinbrücke offiziell gestartet

In Duisburg wird eine marode Rheinbrücke ersetzt. Bundesminister Scheuer setzte am Montag den symbolischen ersten Spatenstich. 366 Millionen Euro soll alles kosten. NRW bekommt auch eine neue Verkehrszentrale: In Leverkusen und nicht so kostspielig.

16.12.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Neubau der maroden A40-Rheinbrücke Neuenkamp in Duisburg sowie der Ausbau eines Autobahn-Teilstücks sind am Montag offiziell gestartet worden. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und sein NRW-Ressortkollege Hendrik Wüst (CDU) setzten den symbolischen ersten Spatenstich für die 366 Millionen Euro teure Maßnahme.

Die fast 50 Jahre alte Brücke ist stark geschädigt. Damit sie bis zur Fertigstellung des ersten Teils der neuen Brücke hält, fischen seit einigen Monaten automatische Wiegeanlagen überladene Lastwagen aus dem Verkehr. Lkw mit mehr als 40 Tonnen Gesamtgewicht brauchen eine Sondergenehmigung für die Überquerung.

Mit dem achtspurigen Ausbau werde die A40 fit für die Zukunft. „Dadurch verschwinden Nadelöhre, sinken Fahrzeiten und steigt die Leistungsfähigkeit. Das hilft den Pendlern und dem Wirtschaftsverkehr gleichermaßen“, sagte Scheuer laut einer Mitteilung des Ministeriums. Insgesamt 3,5 Kilometer Autobahn werden im Zuge des Neubaus der Schrägseilbrücke ausgebaut. 2026 soll alles fertig werden.

Der Neubau der Brücke kostet allein rund 250 Millionen. Er wird aus zwei Brückenteilen bestehen, für jede Fahrtrichtung wird jeweils ein Teil errichtet. Der erste Teil soll 2023 fertig sein und dann schon den gesamten Verkehr der alten Brücke auf drei Fahrstreifen in jede Fahrtrichtung aufnehmen. Die neue Brücke wird länger als die alte: Mit einer Länge von 802 Metern wird die neue Brücke laut Ministerium die längste Schrägseilbrücke Deutschlands sein.

Auf dem Gelände der Autobahnmeisterei Leverkusen legten Scheuer und Wüst am Montag zudem den Grundstein für eine neue Verkehrszentrale. Seit 2013 werden in Leverkusen Verkehrsdaten aus ganz NRW ausgewertet, um den Verkehr fließender zu gestalten und Staus zu reduzieren. Dort werden etwa die Streckenbeeinflussungsanlagen gesteuert, die auf Verkehrszeichenbrücken Tempolimits, Überholverbote oder Warnungen anzeigen können. Auf 540 Kilometern Autobahn sind solche Anlagen installiert. Auch die 98 Ampeln an Autobahn-Auffahrten werden von dort aus gelenkt. Der Neubau soll rund 12 Millionen Euro kosten und im Frühjahr 2021 fertig werden. Sind bislang bis zu fünf Operatoren rund um die Uhr im Einsatz, sollen im Neubau bis zu acht Verkehrsexperten vor den Bildschirmen sitzen können.

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