Nächster Halt Unesco: Berliner Verkehrsbetriebe wollen Weltkulturerbe werden

Machu Picchu, Taj Mahal, BVG

Die BVG geht in die Offensive und bewirbt sich als Teil des Weltkulturerbes. Damit schießt die PR-Abteilung den Vogel ab, denn das entstandene Bewerbungsvideo ist unheimlich witzig.

Berlin

11.12.2019, 18:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nächster Halt Unesco: Berliner Verkehrsbetriebe wollen Weltkulturerbe werden

Unesco-Weltkulturerbe? Die BVG nimmt sich selbst (nicht) zu ernst. © dpa

„Seid ihr komplett bescheuert?“, motzt eine Seniorin in die Kamera. „Ja, vielleicht. Aber wir machen es trotzdem“, ist die Reaktion des Schaffners, der in einem Werbeclip der Berliner Verkehrsbetriebe die Werbetrommel rührt. Dafür, dass die BVG Teil des Unesco-Weltkulturerbes wird.

Denn in dem Clip wird augenzwinkernd deutlich gemacht, dass die Berliner Verkehrsbetriebe sich durchaus in einer Reihe mit dem Taj Mahal und Machu Picchu sehen – Grund genug, das Unternehmen in die Reihen des Weltkulturerbes einzugliedern, zumindest wenn es nach den BVG geht.

Um einen Scherz scheint es sich bei der Aktion dennoch zu handeln – und dieser wird von der Unesco mit einem entsprechenden Grinsen aufgefasst. Denn bisher gibt es noch kein Unternehmen, das Weltkulturerbe sei. In die Welterbeliste werden nämlich nur „Natur- und Kulturerbestätten von außergewöhnlichem universellem Wert für die gesamte Weltgemeinschaft“ aufgenommen, um sie zu bewahren. Dazu zählt der Pressesprecher der Unesco die BVG offenbar nicht.

Dass der Plan, Teil des Weltkulturerbes zu werden, vielleicht etwas überambitioniert war, hat am Ende natürlich auch die BVG erkannt. „Die Pyramiden haben über 4.000 Jahre gebraucht. Das Taj Mahal über 300 Jahre“, so das Unternehmen. Nichtsdestotrotz: Man soll bekannterweise niemals nie sagen.

RND/liz

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