Nach dem tödlichen Verkehrsunfall in Schwerte übernimmt jetzt die Staatsanwaltschaft

dzFußgänger überfahren

Ein Fußgänger kam bei dem schweren Unfall am 16. November auf der Hagener Straße zu Tode. Was passiert nach so einem Unfall. Was machen Polizei und Staatsanwaltschaft?

Schwerte

, 12.12.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gut 14 Tage hat die Polizei versucht, zu rekonstruieren, was am Abend des 16. November auf der Hagener Straße genau passiert ist. Mit den Aufnahmen einer Drohne, der Vernehmung von Zeugen, der Sichtung der vielen Unfallspuren und sogar einer Nachstellung des Unfalls mit einer Puppe, für die die Hagener Straße auf Höhe der Unfallstelle erneut gesperrt wurde, ging man der Sache auf den Grund.

Staatsanwalt entscheidet, ob es zu einem Verfahren kommt

Doch wie geht es jetzt mit dem Verfahren weiter? „Wir haben unsere Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft weiter gegeben“, erklärte Polizeisprecherin Vera Howanitz auf Anfrage. Dort bestätigte man am Dienstag zwar den Eingang der Akten. Noch habe sich der Sachbearbeiter aber nicht eingelesen, sagte Pressestaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli. Dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren übernehme, habe aber inhaltlich noch nichts zu sagen. Wenn ein Mensch bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt, sei das üblich. Der zuständige Staatsanwalt muss nun aufgrund der Akten entscheiden, ob es zu einem Strafverfahren kommt.

Thema für die ständige Unfallkommission

Ein Thema wird die Unfallstelle auch bei der ständigen Unfallkommission. In ihr sind die Polizei, die zuständige Straßenbehörde und die Stadt als Straßenverkehrsbehörde vertreten. Gemeinsam sieht man sich dort sogenannte Unfallhäufungsstellen an. Auch wenn der Namen eher etwas anderes vermuten lässt, wird ein Ort nach einem tödlichen Verkehrsunfall auch als Häufungsstelle eingestuft. Zuletzt hatte sich das Gremium mit der Hagener Straße auf Höhe der Liethstraße und mit der Kreuzung Bahnhofstraße/Gasstraße beschäftigt.

Kein Licht an den Haltestellen

Mittlerweile steht wohl fest, dass der 78-Jährige Schwerter, der bei dem Unfall zu Tode kam, auf Höhe der Haltestelle Haus Ruhr von dem BMW des 21-Jährigen Hageners angefahren wurde. An dieser Stelle ist die Hagener Straße nicht beleuchtet. Dennoch befinden sich auf dieser Höhe die beiden Haltestellen in Richtung Hagen und in Richtung Schwerte. Beide sind ebenfalls unbeleuchtet, beziehungsweise waren das an dem Unfallabend. Die Haltestelle in Richtung Hagen ist nämlich mit einer Laterne versehen. Die leuchtete aber nach Aussage der Polizei in der Unfallnacht nicht. Und auch am Montagabend waren beide Haltestellen komplett unbeleuchtet, obwohl noch Busse unterwegs waren.

Am Wochenende fährt dort der letzte Bus der Linie 594 um kurz nach 22 Uhr ab. In der Unfallnacht soll ein Bus kurz nach dem tragischen Geschehen an der Haltestelle vorgefahren sein.

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