Nach Unterschriftenaktion: Stadtrat entscheidet bald über Zukunft des Lehrschwimmbeckens

Lehrschwimmbecken Stockum

Wie geht es mit dem Lehrschwimmbecken in Stockum weiter? Mit der Frage beschäftigen sich die Fraktionen im Dezember im Stadtrat. Auch die erfolgreiche Unterschriftenaktion wird thematisiert.

Stockum

, 05.10.2018, 13:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach Unterschriftenaktion: Stadtrat entscheidet bald über Zukunft des Lehrschwimmbeckens

Über die Zukunft des Lehrschwimmbeckens in Stockum entscheiden die Ratsmitglieder am 5. Dezember. Viele Bürger sind für den Erhalt des Hallenbads. Das zeigt auch eine Unterschriftenaktion, die aus der Elternpflegschaft der Kardinal-von-Galen-Schule stammt. © Helga Felgenträger (A)

Unermüdlich haben Vertreter von der Kardinal-von-Galen-Schule und aus Vereinen in den vergangenen Wochen Unterschriften gesammelt. Sie möchten für den Erhalt ihres Lehrschwimmbeckens (LSB) in Stockum kämpfen. Nun haben die Verantwortlichen die Stimmen kontrolliert. „Wir sind auf jeden Fall vierstellig“, sagt Christoph Mürmann, einer der Initiatoren der Arbeitsgruppe Lehrschwimmbecken.

Die magische Marke habe man deutlich überschritten. „Das Ziel ist erreicht. Das ist überwältigend. Wir bekommen immer noch weitere Unterschriften. Jetzt kann die Stadtverwaltung nicht anders, als noch einmal darüber nachzudenken“, sagt Mürmann. Und das tut sie derzeit.

„Es gibt keinen Schließungsbeschluss“

Das Thema wird noch einmal in die Sitzung des Stadtrates am 5. Dezember gebracht. „Es gibt keinen expliziten Schließungsbeschluss für das Lehrschwimmbecken. Es wurden in der Vergangenheit aber immer Varianten im Rat beschlossen, die das Lehrschwimmbecken nicht beinhalten“, erklärt Verwaltungsdezernent und Geschäftsführer des Solebads, Frank Gründken. Die Ratsmitglieder haben sich seinerzeit lediglich darauf geeinigt, dass die Kapazitäten des LSB, sprich die Kurse und der Schwimmunterricht der Schulen, im neuen Solebad aufgenommen werden.

Das Aus des Lehrschwimmbeckens ist damit aber nicht gleich besiegelt. Über die Zukunft des Hallenbads sollen die Ratsmitglieder nun Anfang Dezember entscheiden. „Wir werden das Thema aufarbeiten und Fragen der Sanierungs- und Unterhaltungskosten klären“, sagt Gründken. Die Argumente, die die Befürworter des LSB anbringen, werden in die Beschlussvorlage mit einfließen. In welche Richtung diese gehen soll, vermochte Gründken noch nicht zu sagen. Auch zu der Unterschriftenaktion wollte er sich nicht äußern.

Schulpflegschaft stimmt geschlossen für den Erhalt

Die Initiatoren, die sich für den Erhalt des LSB stark machen, beschäftigen sich derweil mit den Fragen: Welche Konsequenzen hätte die Schließung des LSB für die Schulen und Vereine? Welche Investitionskosten müssen berücksichtigt werden? „Es geht uns nicht darum, kontrovers zu diskutieren, sondern darum, herauszustellen, welche Vorteile das Solebad gegenüber dem Lehrschwimmbecken hätte“, erklärt Mürmann.

Die Schulpflegschaft der ans LSB angrenzenden Kardinal-von-Galen-Schule, die geschlossen für den Erhalt gestimmt hat, hat bereits einen Fragenkatalog an Bürgermeister Lothar Christ geschickt. Ob dies die Zukunft des Hallenbads beeinflussen kann, zeigt sich Anfang Dezember.

Sitzung des Stadtrates am 5. Dezember um 17.30 Uhr im Rats- und Bürgersaal des Alten Rathauses am Markt.
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Das Lehrschwimmbecken in Stockum soll nach der Fertigstellung des Solebads 2019 geschlossen werden. Eine Initiative kämpft dagegen – mit einer groß angelegten Unterschriftenaktion. Von Andrea Wellerdiek

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