Nach Rückzug: Meghan wird rassistisch und sexistisch beleidigt

Britisches Königshaus

Eine Studie zeigt, wie sehr Herzogin Meghan nach dem Rückzug in sozialen Medien beleidigt wurde. Es gibt zahlreiche rassistische und sexistische Beschimpfungen. Das Ausmaß ist „erschreckend“.

London

16.01.2020, 15:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach Rückzug: Meghan wird rassistisch und sexistisch beleidigt

Meghan ist vielen Beleidigungen ausgesetzt. © dpa

Vor Kurzem haben Prinz Harry und Herzogin Meghan den Rückzug von ihren royalen Pflichten bekannt gegeben. Das sorgte nicht nur im britischen Königshaus für viele Debatten. Mittlerweile hat die Queen dem Paar aber ihren Segen gegeben, auch wenn die Details noch ausgehandelt werden müssen.

Doch die Schuld an dem Rückzug geben viele Harrys Frau Meghan, die sich zurzeit mit Baby Archie in Kanada aufhält. Das geht so weit, dass die Herzogin in zahlreichen Tweets rassistisch und sexistisch angegriffen wird. So hat eine Studie der britischen „Huffington Post“, die von Experten für Digitaljournalismus an der Universität Sunderland erstellt wurde, diese Thematik untersucht und in Tweets systematisch Stellen erfasst, in denen Meghan beleidigt wird.

Erschreckendes Ergebnis

Das erschreckende Ergebnis: Etwa 400 Tweets wurden in der schwerwiegendsten Kategorie der Beschimpfung eingeordnet, sie enthielten sexistische und rassistische Beleidigungen wie „Rassenverräter“, „Schlampe“ oder „Hexe“. Das Team hatte dafür eine Stichprobe erhoben und Tweets zu Meghan untersucht, die zwischen dem 8. Januar und Mitternacht des Folgetages veröffentlicht wurden.

„Diese Ergebnisse vermitteln einen Eindruck von dem Ausmaß der Beschimpfungen, die in den Tagen nach der Ankündigung über Meghan Markle veröffentlicht wurden“, sagte John Price, Dozent für Journalismus in Sunderland, der „Huffington Post“. Und ergänzte: „Es wird noch viel mehr Tweets geben, die nicht in der Studie erfasst werden, da Rassismus und Frauenfeindlichkeit oft mit subtileren Begriffen ausgedrückt werden, die keine offen beleidigende Sprache verwenden.“

Er sieht in den Angriffen gegen Meghan eine Gefahr: „Die enorme Menge an Beleidigungen, die in dieser Studie festgehalten wird, ist erschreckend. Es zeigt, dass Aspekte sozialer Medien wie Twitter zu einem Hafen für Menschen geworden sind, die Hass gegen Frauen ausdrücken wollen.“

Waren Beleidigungen auch ein Grund für den Rückzug?

Der Artikel wirft auch die Frage auf, ob genau solche Beleidigungen, die es auch zuvor schon gegen Meghan gab – wenn auch nicht so gehäuft –, ein Auslöser für den Rückzug des Paares gewesen sein könnten.

RND/hsc

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