Nach Rückkehr aus Türkei: Adil Demirci will sich äußern

Vor 14 Monaten wurde Adil Demirci in der Türkei wegen Terrorverdachts festgenommen. Erst nach dem Tod seiner Mutter in Deutschland durfte er die Türkei verlassen. Nun ist er wieder in seiner Heimatstadt Köln und will dort von seinen Erlebnissen berichten.

21.06.2019, 02:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Rückkehr aus Türkei: Adil Demirci will sich äußern

Der Kölner Sozialarbeiter Adil Demirci gibt am Flughafen ein Interview. Foto: Marcel Kusch/Archivbild

Der wegen Terrorvorwürfen in der Türkei angeklagte Kölner Sozialarbeiter Adil Demirci will sich heute bei einer Pressekonferenz in Köln zu den Geschehnissen äußern. Dermici hatte am Montag nach rund 14 Monaten Untersuchungshaft und Ausreisesperre die Türkei verlassen und war nach Köln geflogen. Nachdem seine Mutter in Deutschland an Krebs gestorben war, hatte er zusammen mit seinem Anwalt in der vergangenen Woche erneut eine Aufhebung der Ausreisesperre beantragt.

Demirci, der die deutsche und die türkische Staatsangehörigkeit hat, war in der Türkei seit Mitte Februar auf freiem Fuß, durfte aber Istanbul nicht verlassen. Sein Prozess geht weiter und soll erst im Oktober fortgesetzt werden. Es ist gegenwärtig einer der prominentesten Prozesse gegen einen Deutschen in der Türkei.

Demirci war im April 2018 während eines Urlaubs in Istanbul festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mitgliedschaft in der linksextremen Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei (MLKP) vor, die in der Türkei als Terrororganisation gilt. Demirci weist die Vorwürfe zurück.

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