Nach Messerangriff am Bahnhof: Verdächtiger gesteht Tat

Nach dem tödlichen Messerangriff auf seine getrennt lebende Ehefrau und ihren Lebensgefährten am Bahnhof von Iserlohn hat der Tatverdächtige laut Ermittlern die Tat eingeräumt. „Wir vermuten, dass das Motiv in der Beziehung zu finden ist“, sagte der Hagener Staatsanwalt Nils Warmbold am Montag. Zu den Einzelheiten der Angaben des 43-Jährigen wollte sich die Staatsanwaltschaft zunächst aus ermittlungstaktischen Gründen nicht weiter äußern. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauerten an.

19.08.2019, 13:43 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dem 43-Jährigen wird vorgeworfen, am Samstag am Bahnhof der Stadt im Sauerland die 32 Jahre alte Frau und ihren 23-jährigen Lebensgefährten mit einem Küchenmesser getötet zu haben. Vor etwa zwei Monaten war die 32-Jährige Mutter eines Kindes geworden. Der Säugling war während der Attacke im Auto.

Die Staatsanwaltschaft geht bislang davon aus, dass der 23-Jährige Tote der Vater des Kindes ist. „Ob der Tatverdächtige von dem Kind wusste, ist unklar“, sagte der Staatsanwalt. Der 43-Jährige und das weibliche Opfer stammen aus dem Kosovo, das männliche Opfer aus Afghanistan. Der Tatverdächtige hatte sich nach der Tat widerstandslos festnehmen lassen.

Die Attacke am frühen Samstagnachmittag am stark besuchten Bahnhof hatte für Entsetzen gesorgt. Zahlreiche Augenzeugen wurden durch Notfallseelsorger betreut. Unbekannte hatten nach Angaben der Polizei von Montag zudem ein Foto des männlichen Opfers gemacht und veröffentlicht. Die Polizei verurteilte dies als „abscheulich“ und „pietätlos“. Gegen den unbekannten Urheber des Bildes werde ermittelt.

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