Nach Brand in Rheine: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Nach dem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Rheine, bei dem fünf Menschen verletzt wurden, hat ein Richter Haftbefehl gegen einen Bewohner erlassen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag bekanntgaben, befände sich der 47-Jährige in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, das Feuer am Samstagmorgen in einer Wohnung gelegt zu haben.

30.12.2019, 13:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Brand in Rheine: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa

Ein Sachverständiger habe bestätigt, dass es sich um Brandstiftung handele. „Wir ermitteln wegen versuchten Mordes und schwererer Brandstiftung. Einigen Bewohnern war der Fluchtweg durch die Flammen versperrt und sie mussten von der Feuerwehr gerettet werden“, erklärte Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape in einer Mitteilung.

Es gebe Hinweise, dass sich der Verdächtige in der Vergangenheit mehrfach mit seinen Nachbarn gestritten hatte. Derzeit werde geprüft, ob das im Zusammenhang mit der Tat stehen könnte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wollte sich der Tatverdächtige zunächst allerdings nicht zu den Vorwürfen äußern.

Das Feuer war den Angaben zufolge in einem Anbau des Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Dabei wurden zwei Bewohner im Alter von 47 und 13 Jahren schwer verletzt. Zwei 25-Jährige und der Tatverdächtige erlitten leichte Verletzungen. Er wurde noch am Einsatzort festgenommen.

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