Nach Bombendrohung 500 Gäste aus Indoor-Spielplatz evakuiert

dzEntwarnung

Nach einer Bombendrohung am Samstagabend hat der Indoor-Spielplatz „Kiki Island“ in Menden mittlerweile seinen Betrieb wieder aufgenommen. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen.

von Lars Becker

Menden

, 01.12.2019, 15:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Indoor-Spielplatz hat am Tag nach der Bombendrohung seinen Betrieb wieder aufgenommen. Wie gewohnt habe das „Kiki Island“ am Sonntagmorgen um 10 Uhr wieder geöffnet, sagte Geschäftsführerin Sabrina Kißmer. Am Samstagabend sei zusammen mit den Mitarbeitern alles wieder aufgeräumt und in den Normalzustand versetzt worden.

»Alle Mitarbeiter und Kinder waren superruhig. Das hat sehr gut funktioniert.«
Geschäftsführerin Sabrina Kißmer

Die Drohung ging am Samstagnachmittag direkt im „Kiki Island“ ein. Auf welchem Wege, teilte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mit; sie sucht den Urheber der Drohung. Geschäftsführerin Sabrina Kißmer informierte am Samstag umgehend die Wache in Menden. Das war gegen 15 Uhr. In der Alarmierung war von einer „Sonderlage“ die Rede.

Zum Zeitpunkt der Drohung hielten sich etwa 500 Personen – Eltern wie Kinder – in dem über die Kreisgrenzen hinaus beliebten Indoor-Spielplatz im Mendener Stadtteil Bösperde auf. Die Kapazitätsgrenze des „Kiki“ liegt bei 1000 Menschen. Es war am Samstagnachmittag – zum Glück – nur halb voll.

Bombendrohung: 500 Personen müssen Kiki-Island verlassen

Geschäftsführerin Kißmer sprach sich mit der Polizei wegen des weiteren Vorgehens ab. Sie entschieden sich für eine Durchsage per Lautsprecher: Darin bat Kißmer die Besucher, das Gebäude zu verlassen. Als Grund wurde ein „technischer Defekt“ angegeben. Das sollte verhindern, dass Panik aufkommt.

Die Evakuierung klappte laut Polizei-Sprecher Christof Hüls reibungslos. „Alle Mitarbeiter und Kinder waren superruhig. Das hat sehr gut funktioniert“, sagte Kißmer. Draußen standen Mitarbeiter, die den Kunden Gutscheine für einen weiteren Besuch aushändigten oder das Geld zurückerstatteten. Kinder, die ohne Eltern im „Kiki Island“ waren, wurden von Mitarbeitern betreut. Auch einige Geburtstage wurden am Samstag in den Indoor-Spielplatz gefeiert. „Die waren natürlich enttäuscht, dass sie nach Hause mussten“, so Kißmer.

Sprengstoff-Hunde durchsuchen Kiki-Island

Zwei Spürhunde waren recht bald vor Ort. Ein erster der beiden Belgischen Schäferhunde startete mit der Dursuchung des fast 5000 Quadratmeter großen Gebäudes. Kurze Zeit später war auch ein zweiter Hund – aus Düsseldorf – in der Halle. Zusätzlich kontrollierten Polizisten.

Da das Gebäude sehr groß und verwinkelt ist, dazu mehrere Ebenen hat, rechnete die Polizei zunächst mit einer Durchsuchung bis weit in den Abend hinein, zumal die Hunde alle 30 Minuten eine Pause benötigen. Um 19.20 Uhr gab es dann jedoch bereits offiziell Entwarnung.