NRW vereinbart Zusammenarbeit mit US-Holocaust-Museum

Nordrhein-Westfalen arbeitet bei der Erforschung nationalsozialistischen Unrechts mit dem US-amerikanischen Holocaust Memorial Museum in Washington zusammen. Dabei gehe es um Unterstützung beim Aufbau eines Archivs zur Dokumentation der Verbrechen an Juden und anderen, von den Nationalsozialisten verfolgten Gruppen, erklärte das Kulturministerium am Dienstag in Düsseldorf. Konkret geht es zunächst um Kopien von 72 000 Gestapo-Akten für das Archiv des 1993 gegründeten Museums.

30.10.2018, 17:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW vereinbart Zusammenarbeit mit US-Holocaust-Museum

Die Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) spricht im Landtag zu Journalisten. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) schloss am Dienstag eine Kooperationsvereinbarung. Es sei wichtig, die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten wachzuhalten und sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, sagte sie. Das Wissen darüber zu erhalten und zu verbreiten sei ein wichtiges Anliegen der Landesregierung.

Vorgesehen ist, dass das NRW-Landesarchiv in Duisburg dem Museum Kopien ausgewählter Archivalien zur Verfolgung während der NS-Zeit zur Verfügung stellt. Konkret geht es um erhaltene Akten der Gestapo-Leitstelle Düsseldorf. Dazu gehören Haftakten von Verfolgten wie Juden, Homosexuellen oder Sinti und Roma.

Das Museum in Washington kooperiert bereits mit dem Bundesarchiv und weiteren Archiven in Bayern, Brandenburg und Hamburg. Das NRW-Landesarchiv arbeitet bereits mit der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem zusammen.

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