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NRW bei Zwangsversteigerungen im Mittelfeld

Im Streit um das Haus oder die Eigentumswohnung kämpfen Erben und Geschiedene oft mit harten Bandagen. Während in Zeiten billiger Zinsen die Zahl der Zwangsversteigerungen insgesamt sinkt, stieg die Zahl der Teilungsversteigerungen. NRW liegt im Mittelfeld.

03.08.2018
NRW bei Zwangsversteigerungen im Mittelfeld

Eine Hand deutet auf einen Monitor mit Internetseiten, die Objekte listen, die zwangsversteigert werden. Foto: Arne Dedert/Archiv

Nordrhein-Westfalen liegt bei Zwangsversteigerungen im Immobilienbereich bundesweit im Mittelfeld. Laut einer Auswertung des Fachverlags Argetra gab es in NRW im ersten Halbjahr 2018 32 Zwangsversteigerungen pro 100 000 Haushalte. Für die Erhebung seien laut Verlags-Geschäftsführer Axel Mohr Zwangsversteigerungen an mehr als 500 Amtsgerichten in Deutschland unter die Lupe genommen worden.

Der Bundesdurchschnitt bei den Zwangsversteigerungen habe demnach bei 29 Fällen pro 100 000 Haushalte gelegen. Negativer Spitzenreiter sei Sachsen-Anhalt mit 61 Fällen, besonders positiv habe Hamburg mit lediglich sieben Fällen pro 100 000 Haushalte abgeschnitten.

Insgesamt ging die Zahl der Zwangsversteigerungen im ersten Halbjahr vor allem wegen der niedrigen Zinsen um gut 2300 Fälle auf 11 836 zurück. Schuldner können billige Immobilienkredite leichter bedienen.

Hingegen stieg die Zahl der eingeleiteten Teilungsversteigerungen mit dem Zweck, eine Eigentümergemeinschaft aufzulösen, um 184 auf 2063 Fälle. Hintergrund können etwa Streitereien über die Nutzung einer Immobilie sein, vor allem wenn ein oder mehrere Eigentümer im Haus oder in der Wohnung leben.

Immer mehr Immobilien-Streitigkeiten zwischen Erben und Geschiedenen endeten unterdessen mit einer Zwangsversteigerung. Rund ein Viertel der bundesweit im ersten Halbjahr erzielten Erlöse von insgesamt rund 2,1 Milliarden Euro stammen aus einer Teilungsversteigerung zur Aufhebung einer Eigentümergemeinschaft.

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