NRW-Unternehmen haben in Sachen Schutz „noch Luft nach oben“

Unternehmen in Nordrhein-Westfalen stehen im Bereich Cybersicherheit besser da als beim Gebäudeschutz. Der Verfassungsschutz bewertete die Notfall- und Krisenkonzepte der Unternehmen und den äußeren Schutz der Betriebsgelände mit „wenig geschützt“, wie aus dem „Lagebild Wirtschaftsschutz NRW 2019“ des Innenministeriums hervorging. Dagegen bewerteten die Autoren die Bereiche „Zugriffsschutz“ und „Schutz vor Cyberattacken und Datenverlust“ am besten mit der Kategorie „eher geschützt“.

05.09.2019, 17:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

Innerhalb der verschiedenen Branchen waren die Energie-, Wasser-, Abwasser- und Entsorgungsunternehmen der Studie zufolge am sichersten. Die schlechtesten Werte erreichten die Betriebe aus Gastronomie und Handwerk. Deutlich wurde auch: Je größer ein Unternehmen ist, desto umfassender ist es geschützt.

„Die Studie zeigt, dass viele kleine und mittlere Unternehmen in puncto Sicherheit noch Luft nach oben haben. Sie sind damit ein leichtes Opfer für Wirtschaftsspionage und Cyberangriffe“, erklärte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag auf einer Experten-Diskussion in Bochum. Zuvor hatte die „Rheinische Post“ über die Studie berichtet.

Befragt wurden etwa 20 000 Unternehmen. Die Bewertungsskala ging von 0 (gar nicht geschützt) bis 10 (umfassend geschützt). Die Ergebnisse der Studie stehen für die ungefähr 717 000 kleinere und mittleren Unternehmen (KMU) in NRW. Als KMU zählen etwa Firmen, die bis zu 499 Mitarbeiter haben. Im Durchschnitt erreichten diese Unternehmen einen Wert von 4,81, was der Bewertung „teilweise geschützt“ entspricht.

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