NRW-Spende für Notre-Dame geht ins Münsterland

Ein Teil der in Nordrhein-Westfalen zugesagten Spenden für den Wiederaufbau der bei einem Brand schwer beschädigten Pariser Kathedrale Notre-Dame geht nicht nach Paris. Die von der NRW.Bank bereitgestellten 50 000 Euro sollen im Rahmen des Studiengangs „Restaurator im Handwerk“ an der Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld im Münsterland eingesetzt werden, teilte ein Sprecher der landeseigenen Bank am Dienstag mit.

24.09.2019, 16:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW-Spende für Notre-Dame geht ins Münsterland

Das Logo der NRW-Bank in Düsseldorf. Foto: Oliver Berg/Archivbild

Eine direkte Überweisung an das Spendenkonto der deutschen Unesco-Kommission sei nicht möglich, weil die Richtlinien zum gesellschaftlichen Engagement der NRW.Bank einen NRW-Bezug vorsähen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte Unternehmen und Privatleute zu Spenden für Notre-Dame aufgerufen. Zuvor hatte die „Rheinische Post“ berichtet.

An der Handwerksakademie solle eine 15-tägige Praxisschulung zu den im Mittelalter gebräuchlichen Handwerkstechniken für die Handwerksberufe Maurer, Schmied, Schlosser, Steinmetz, Bildhauer und Zimmerer angeboten werde. Es gebe insgesamt in Europa nur wenige Fachleute, die mit historischen Materialien und Bautechniken vertraut seien – eine Problematik, die nicht nur Frankreich oder Paris betreffe. Ein Praktikum auf der Baustelle in Paris werde angestrebt, sobald dies in die Abläufe in der Kathedrale passe.

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