NRW-Schüler bekommen mehr Unterricht zum Thema Wirtschaft

In Nordrhein-Westfalen wird das Fach Wirtschaft an allen weiterführenden Schulen verankert. Schon zum kommenden Schuljahr 2019/20 werde an den Gymnasien im Zuge der Umstellung auf G9 ein neues Fach Wirtschaft-Politik etabliert, teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Montag in Düsseldorf mit. An Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen werde das neue Fach zum Schuljahr 2020/21 eingeführt oder gestärkt.

26.11.2018, 13:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW-Schüler bekommen mehr Unterricht zum Thema Wirtschaft

Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordhein-Westfalen, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Christophe Gateau/Archiv

Die Schüler sollten „bestmöglich auf ihre Zukunft und den Einstieg ins Berufsleben vorbereitet“ werden, sagte Gebauer. „Hierzu sind Kenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge unverzichtbar.“ Mit dem Schulfach Wirtschaft setzt die schwarz-gelbe Landesregierung ein Projekt aus dem Koalitionsvertrag um.

An Gymnasien kommen in der Sekundarstufe I mehr Wochenstunden in der Fächergruppe Erdkunde, Geschichte und Wirtschaft-Politik hinzu. An Realschulen soll das neue Fach Wirtschaft zu Geschichte, Erdkunde und Politik dazukommen. Auch hier wird der Stundenumfang erhöht. An den Hauptschulen wird der Bereich Arbeitslehre mit den Fächern Wirtschaft, Technik und Hauswirtschaft zum neuen Lernbereich Wirtschaft und Arbeitswelt weiterentwickelt.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) lehnt die Einführung des Faches Wirtschaft ab. In Zeiten eines erstarkenden Rechtspopulismus sei vielmehr eine Stärkung der Demokratiebildung mit Hilfe eines fundierten Politikunterrichts erforderlich, erklärte die Landesvorsitzende Dorothea Schäfer. Wirtschaftsbezogene Themen fänden sich bereits ausreichend in den Fächern Politik, Sozialwissenschaften und Arbeitslehre.

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