NRW-SPD: AfD-Erfolg gefährdet demokratisches Miteinander

SPD und Grüne in Nordrhein-Westfalen haben nach dem starken Abschneiden der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg eine klare Abgrenzung von den Rechtspopulisten gefordert. Das Abschneiden der AfD sei nicht mehr nur ein Mahnruf, sagte der SPD-Landesvorsitzende Sebastian Hartmann am Sonntag. „Demokratisches Miteinander und Menschlichkeit stehen offen auf dem Spiel.“ Rechtsnationalen Parteien dürfe kein Raum gegeben werden. Es müsse kräftig in den gesellschaftlichen Zusammenhalt investiert werden. Bund und Länder stünden dabei gemeinsam in der Verantwortung.

01.09.2019, 20:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW-SPD: AfD-Erfolg gefährdet demokratisches Miteinander

Sebastian Hartmann, NRW-SPD-Landesvorsitzender, spricht bei einer Veranstaltung. Foto: Bernd Thissen/Archivbild

Die NRW-Grünen zeigten sich über das Abschneiden der AfD schockiert. Es kommen jetzt mehr denn je darauf an, „klare Kante gegen Hass und Menschenfeindlichkeit zu zeigen“, betonten die Landesvorsitzenden Mona Neubaur und Felix Banaszak. Die Grünen haben in Sachsen und Brandenburg ihre jeweils besten Ergebnisse bei einer Landtagswahl erzielt, blieben aber hinter den Umfrageergebnissen zurück. In beiden Ländern hätten offenbar viele Menschen verhindern wollen, dass die AfD stärkste Kraft wird und deshalb die SPD (Brandenburg) beziehungsweise die CDU (Sachsen) gewählt, heißt es in der Erklärung der Landesspitze der Grünen.

In beiden ostdeutschen Bundesländern hatte die AfD Rekordergebnisse erzielt und war zweitstärkste Kraft geworden - in Sachsen hinter der CDU, in Brandenburg hinter der SPD.

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