NRW-Regierungskommission befasst sich mit Clan-Kriminalität

Die nordrhein-westfälische Bosbach-Kommission wird sich in ihrem nächsten Zwischenbericht mit der Kriminalität von Familien-Clans befassen. Das bestätigte am Donnerstag die Staatskanzlei nach einem entsprechenden Bericht der „Westdeutschen Zeitung“. Der Bericht der Kommission soll im Oktober erscheinen.

05.09.2019, 16:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW-Regierungskommission befasst sich mit Clan-Kriminalität

Ein Polizeibeamter in Schutzkleidung. Foto: Fredrick von Erichsen/Archivbild

Nach einem Lagebild der NRW-Polizei gingen 2018 allein knapp 4600 Straftaten auf das Konto solcher Clans, mehr als 2800 Verdächtige wurden ermittelt. In einigen Großstädten in NRW versuchten türkisch-arabischstämmige Großfamilien, durch aggressives Auftreten die Bevölkerung einzuschüchtern, heißt es in dem Lagebild. Auch die Polizei berichtete im Umgang über offene Aggressivität und Gewalteskalationen.

Die 16-köpfige Kommission unter der Leitung des CDU-Politikers Wolfgang Bosbach war Ende 2017 berufen worden. Die unabhängigen und namhaften Experten sollen Defizite in vielen Bereichen der Sicherheitsarchitektur aufspüren und Verbesserungsvorschläge machen - auch mit Blick auf den Bund. Der erste Zwischenbericht hatte sich Ende Mai unter dem Eindruck des Missbrauchsskandals von Lügde mit Verbesserungsvorschlägen für den Kinderschutz im Land befasst.

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