NRW-Polizei kamen in zehn Jahren elf Dienstwaffen abhanden

Waffenschwund bei der Polizei: In den vergangenen zehn Jahren sind bei der Landespolizei in NRW elf Dienstwaffen verschwunden. In einem Fall geht die Polizei von Diebstahl aus.

03.09.2019, 07:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW-Polizei kamen in zehn Jahren elf Dienstwaffen abhanden

Ein Polizist mit Handschellen und Pistole am Gürtel. Foto: Oliver Berg/Archivbild

Bei der nordrhein-westfälischen Polizei sind in den vergangenen zehn Jahren elf Dienstwaffen abhandengekommen. Das hat das NRW-Innenministerium in Düsseldorf der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitgeteilt. Eine Waffe sei als gestohlen vermerkt. Zehn Dienstwaffen gelten als verloren. Letztmalig sei im Oktober 2017 eine Waffe als verloren gemeldet worden.

Wie die Waffen jeweils abhandenkamen, teilte das Ministerium nicht mit. Der Verlust der Einsatzwaffen werde aber im zentralen Schusswaffenregister vermerkt. Regionale Schwerpunkte seien nicht zu erkennen.

Seit Beginn dieses Jahres meldeten Polizisten in NRW außerdem 22 Digitalfunkgeräte als vermisst. Hierbei habe sich in keinem der Fälle ein Hinweis auf einen Diebstahl ergeben. Ein Missbrauch der Funkgeräte sei ausgeschlossen: Die Geräte könnten gesperrt und dadurch eine Teilnahme am Digitalfunk der Polizei gehindert werden.

Bei der Bundespolizei gelten deutschlandweit ebenfalls elf Dienstwaffen als gestohlen oder verschwunden. Anfang August war bekannt geworden, dass seit März im niedersächsischen Celle eine Maschinenpistole vermisst wird. Die bayerische Polizei vermisst mehrere Dutzend Digitalfunkgeräte. 66 dieser Geräte seien seit der flächendeckenden Einführung 2015 abhandengekommen.

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