NRW-Innenminister: Lügde-Urteil ist „Warnung an alle Täter“

Das Urteil im Lügde-Missbrauchsprozess ist nach Ansicht von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) „eine Warnung an alle Täter“. Dies gelte besonders für die Anordnung der Sicherungsverwahrung, erklärte Reul am Donnerstag in Düsseldorf. Solche Täter seien eine zu große Bedrohung, „als dass man sie nach Verbüßung ihrer Strafe einfach wieder auf freien Fuß lassen könnte“.

05.09.2019, 12:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW-Innenminister: Lügde-Urteil ist „Warnung an alle Täter“

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Rene Werner/Archivbild

Er freue sich auch, dass die Arbeit der Polizei in Bielefeld und der Justiz zu dem schnellen Urteil geführt habe. Dennoch gelte: „Wir müssen besser und schneller werden, um diese monströsen Taten in Zukunft zu verhindern.“

Unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in insgesamt rund 250 Fällen auf einem Campingplatz in Lügde hatte das Landgericht Detmold am Donnerstag einen 56-Jährigen zu 13 Jahren und einen 34-Jährigen zu 12 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht ordnete für beide außerdem eine anschließende Sicherungsverwahrung an. Die Verurteilten werden dabei nach Verbüßung ihrer Haftstrafe in einer speziellen Einrichtung untergebracht. Die Unterbringung ist grundsätzlich unbefristet. Die Fortdauer wird aber regelmäßig von einem Gericht überprüft.

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