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Mutter erstickt: Angeklagter schweigt zu Prozessbeginn

Ein 49-jähriger Mann soll in Duisburg seine Mutter im Schlaf erstickt haben. Die Staatsanwaltschaft klagt ihn wegen Mordes an. Er soll es auf das Konto der Rentnerin abgesehen gehabt haben.

22.05.2019 / Lesedauer: 2 min

Mit einem Kissen und einer Tüte soll ein 49-jähriger Mann in Duisburg seine Mutter erstickt haben. Seit Mittwoch muss sich der Deutsche wegen Mordes aus Habgier und Heimtücke vor dem Duisburger Schwurgericht verantworten. Die 74 Jahre alte Rentnerin lag im Januar schlafend auf einer Couch in ihrer Wohnung, als der Angeklagte ihr erst das Kissen aufs Gesicht gedrückt und anschließend die Tüte über den Kopf gezogen haben soll. „Er ließ erst von ihr ab, als seine Mutter tot war“, heißt es in der Anklageschrift.

Zu Prozessbeginn wollte der 49-Jährige noch keine Angaben zur Sache machen. Er war erst kurz vor der Tat wieder bei seiner Mutter eingezogen, nachdem seine eigene Wohnung wegen Mietrückständen zwangsgeräumt worden war. Laut Staatsanwaltschaft besaß er eine eigene Bankkarte und eine Vollmacht für das Konto seiner Mutter. Außerdem sei er Begünstigter einer Lebensversicherung im Wert von über 4000 Euro gewesen. Den Mord soll der 49-Jährige geplant und ausgeführt haben, um an das Geld zu gelangen. Drei Tage nach der Tat hob der Mann laut Anklage 250 Euro vom Konto seiner Mutter ab.

Der Angeklagte und sein Verteidiger kündigten an, sich im weiteren Verlauf des Prozesses zu den Vorwürfen äußern zu wollen. Dann soll auch der vom Gericht eingesetzte psychiatrische Sachverständige an der Verhandlung teilnehmen können. Während der Verlesung der Vorwürfe schüttelte der Angeklagte am Mittwoch immer wieder seinen Kopf.

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