Mutmaßlicher Kinderporno-Besitzer aus Wuppertal ist tot

Ein wegen des Besitzes von Kinderpornografie verdächtigter Rentner aus Wuppertal, dessen Garten Ende Juni umgegraben wurde, ist tot. Ein Freund des 83-Jährigen hatte ihn tot in seinem Haus aufgefunden, wie die Staatsanwaltschaft Wuppertal am Montag mitteilte. „Art und Umstände deuten auf eine Selbsttötung hin“, hieß es weiter. Die Ermittlungen in dem Fall gehen jedoch weiter. Die Polizei hatte bei dem Mann insgesamt rund zehn Terabyte an kinderpornografischem Material gefunden. Laut Staatsanwaltschaft wird weiter geprüft, wo der Rentner die Dateien her hatte und an wen er sie möglicherweise weitergegeben hatte. Zudem versuchen die Ermittler, mögliche Opfer und Täter anhand der Daten zu identifizieren.

05.08.2019, 14:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Rentner hatte sich in der Flüchtlingshilfe engagiert. Ins Visier der Polizei war er geraten, als er einer syrischen Familie einen USB-Stick mit Formularen gegeben hatte. Darauf hatte sich allerdings auch Kinderpornografie befunden. Er hatte den Besitz daraufhin zugegeben.

Weil die Beamten bei ihm zu Hause in einem Tresor Zeitungsausschnitte mit Berichten über ermordete und vermisste Kinder gefunden hatten, war sein Garten umgegraben worden. Es hatte der Verdacht bestanden, der Rentner könne ein Kindermörder sein. Die fünftägige Suche hatte jedoch keine Ergebnisse gebracht. Gegen den Mann bestand der dringende Verdacht auf Besitz von Kinderpornografie und Verstoß gegen das Waffengesetz - er hatte einen scharfen Revolver besessen ohne eine Waffenbesitzkarte dafür zu haben. Es gab bislang keine Beweise, dass der Mann selbst Kinder missbraucht hatte.

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