Mutmaßlicher Islamist klagt gegen Ausreiseverbot

Ein 35-Jähriger soll früher in seiner syrischen Heimat an Kämpfen islamistisch-terroristischer Gruppen teilgenommen haben. Er sei kein Islamist, sagt er jetzt und streitet vor Gericht gegen ein Ausreiseverbot.

21.08.2019, 04:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vor dem Verwaltungsgericht Aachen hat am Mittwoch der Prozess um das Ausreiseverbot gegen einen mutmaßlichen Terrorkämpfer begonnen. Er wolle mit seiner Familie ein normales Leben führen und auch in Urlaub fahren, sagte der 35-jährige Syrer kurz vor Beginn der Verhandlung. Die Städteregion Aachen hatte nach einem Hinweis des Verfassungsschutzes ein Ausreiseverbot verhängt.

Nach Erkenntnissen der Behörde soll der Mann 2013 in Syrien an Kämpfen islamistisch-terroristischer Gruppen teilgenommen haben. Sein nicht mehr abrufbares Facebook-Profil aus demselben Jahr zeige ihn als Dschihadist mit einer Kalaschnikow und als Standort die syrische Stadt Aleppo.

Der Kläger lebt nach Gerichtsangaben mit Unterbrechungen seit 2001 in Deutschland. Er ist Vater zweier in Deutschland geborener Kinder und hat einen Hauptschulabschluss gemacht.

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