Mutmaßlicher Frauenmörder wohl voll schuldfähig

Der mutmaßliche Düsseldorfer Frauenmörder Ali S. ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft voll schuldfähig. Das habe der psychiatrische Gutachter im Prozess gegen den 44-Jährigen ausgeführt, berichtete Staatsanwalt Matthias Ridder am Donnerstag auf Anfrage. Der Angeklagte soll im vergangenen August eine 36-jährige Frau mit 27 Messerstichen und -schnitten auf offener Straße umgebracht worden. Tatmotiv könnte verschmähte Liebe gewesen sein.

28.03.2019 / Lesedauer: 2 min
Mutmaßlicher Frauenmörder wohl voll schuldfähig

Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv

„Er war es, der am 20. August auf sie eingestochen hat“, hatte Verteidiger Stefan Tierel für seinen Mandanten erklärt. Dem psychiatrischen Gutachter war in dem Verfahren eine entscheidende Rolle zugekommen. Der Verteidiger hatte Zweifel an der Schuldfähigkeit des 44-Jährigen geäußert. Er war für eine Stellungnahme am Donnerstag zunächst nicht zu erreichen.

Das Verbrechen in der Innenstadt hatte für großes Entsetzen gesorgt. Am Tatort hatten Passanten Blumen abgelegt und Kerzen aufgestellt. Der 44-Jährige ist anerkannter Flüchtling aus dem Iran. Er war 2001 nach Deutschland gekommen und ist nicht vorbestraft. Das Opfer und der 44-Jährige hatten sich gekannt. Er hatte in einem Kiosk nahe der Wohnung Frau gearbeitet.

In einem von den Ermittlern als echt eingestuften Brief hatte der Mann der Frau seine Zuneigung offenbart. In dem Brief beklagt er sich darüber, dass sie seine Telefonnummer blockiert habe. Laut Staatsanwaltschaft könnte diese Zurückweisung die Bluttat ausgelöst haben. Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt.

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