Mutmaßlicher Deutschlandchef des IS bleibt in U-Haft

Der mutmaßliche Deutschlandchef der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Walaa, bleibt auf Entscheidung des Bundesgerichtshofs in Untersuchungshaft. Eine Haftbeschwerde sei verworfen worden, teilte am Dienstag das Oberlandesgericht Celle mit. Die seit 2016 bestehende U-Haft sei angesichts der Schwere der Taten und der zu erwartenden Strafe gerechtfertigt, befand demnach der Bundesgerichtshof. Auch bestehe Fluchtgefahr.

16.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Mutmaßlicher Deutschlandchef des IS bleibt in U-Haft

Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/Archiv

Abu Walaa und vier Mitangeklagte stehen in Celle seit 2017 wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor Gericht. Sie sollen junge Menschen insbesondere im Ruhrgebiet und im Raum Hildesheim islamistisch radikalisiert und in IS-Kampfgebiete geschickt haben. Die Taten des IS in Syrien, im Irak und anderen Ländern bedeuten nach deutschem Strafrecht Mord, Totschlag, Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen.

Die Angeklagten schweigen bislang zu den Vorwürfen. Abu Walaa war am 8. November 2016 aufgrund eines Haftbefehls des Bundesgerichtshofs festgenommen worden. Seit August 2017 gilt ein Haftbefehl des Oberlandesgerichtes Celle.

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