Mutmaßliche Mitglieder einer Betrügerbande vor Gericht

Im Fall einer mutmaßlichen Betrügerbande aus Leverkusen hat am Montag ein Prozess gegen drei Männer am Kölner Landgericht begonnen. Die drei mutmaßlichen Mitglieder sollen ein Ehepaar aus Niedersachsen mit dem sogenannten Teppichhändler-Trick um 80 000 Euro erleichtert haben. Angeklagt sind sie wegen Bandenbetrugs.

08.10.2018, 16:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mutmaßliche Mitglieder einer Betrügerbande vor Gericht

Außenansicht des Landgerichtes Köln. Foto: Oliver Berg/Archiv

Einer der Angeklagten habe sich seit April 2017 systematisch das Vertrauen der beiden Senioren erschlichen, erklärte die Staatsanwaltschaft. Dabei habe sich der 41-Jährige als Teppichhändler ausgegeben und behauptet, bereits vor zehn Jahren Geschäfte mit dem Paar getätigt zu haben. Im Oktober 2017 soll er dann gemeinsam mit den beiden Mitangeklagten das Paar um 80 000 Euro gebeten haben, um einen Container mit Teppichen im Hamburger Hafen auslösen zu können.

Als Sicherheit, so die Staatsanwaltschaft, präsentierten die Angeklagten dem Ehepaar Teppiche mit einem angeblichen Wert von 60 000 Euro, die aber nur Ramschwert hatten. Die beiden Mittäter seien zudem als „menschliches Pfand“ bei den Senioren geblieben. Später seien sie unbemerkt verschwunden.

Im März hatten Polizei und Staatsanwaltschaft eine Durchsuchung bei der Großfamilie in Leverkusen durchgeführt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt sich bei dem nun verhandelten Fall um die erste Anklage in einem weitaus größeren Ermittlungskomplex.

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