München: Versuchte Selbstverbrennung war kein Anschlag

Münchner Sicherheitskonferenz

Während einer Demonstration in München hatte sich ein Mann mit drei Litern Benzin übergossen. Beamte konnten verhindern, dass er sich selbst anzündete. Das wollte er mit der Tat erreichen.

München

16.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Teilnehmer der Demonstration des "Aktionsbündnis gegen die Nato-Sicherheitskonferenz" stehen am Stachus in München und demonstrieren.

Teilnehmer der Demonstration des "Aktionsbündnis gegen die Nato-Sicherheitskonferenz" stehen am Stachus in München und demonstrieren. © Felix Hörhager/dpa

Die versuchte Selbstverbrennung eines Irakers während einer Kundgebung gegen die Münchner Sicherheitskonferenz war laut Polizei kein Anschlag. „Er wollte niemanden verletzen“, sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins am Sonntag in München.

50-jährige Iraker in psychiatrischer Klinik

Seit der Tat am Samstag befindet sich der 50-jährige Iraker in einer psychiatrischen Klinik. Er habe den Angaben zufolge mit einem Suizid auf die politische Situation in seinem Heimatland aufmerksam machen wollen. „Er hatte ein auf Deutsch geschriebenes Plakat dabei, war aber kein Teilnehmer der Demonstration.“

Der Mann hatte sich am Münchner Karlsplatz plötzlich mit rund drei Litern Benzin übergossen und ein Feuerzeug in der Hand gehalten. Er habe durch Rufe auf sich aufmerksam gemacht, sagte ein vor Ort eingesetzter Bereitschaftspolizist am Sonntag. Mehrere Beamte warfen sich auf den 50-Jährigen und nahmen ihn fest.

Rund 3000 Menschen demonstrierten

Bei der Sicherheitskonferenz kamen am Wochenende etwa 40 Staats- und Regierungschefs sowie 100 Minister zusammen. Ein Aktionsbündnis hatte zu Protesten gegen die Großveranstaltung aufgerufen. An einem Demonstrationszug durch die Innenstadt nahmen nach Polizeiangaben rund 3000 Menschen teil.

RND/dpa

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