Morgentau reduziert Waldbrandgefahr: aber keine Entwarnung

Der Herbst ist da, die sommerlichen Temperaturen bleiben - und damit auch die Trockenheit in den Wäldern. Allerdings liegt die Waldbrandgefahr aktuell laut einer Übersicht des Deutschen Wetterdienstes in Nordrhein-Westfalen überwiegend bei Stufe 2 von 5. In wenigen Gebieten wie Teilen des Münsterlandes und im Raum Düsseldorf wird sie mit Stufe 3 angegeben. In Teilen des Kreises Höxter gilt derzeit hingegen die niedrigste Waldbrandstufe 1.

18.10.2018, 11:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Morgentau reduziert Waldbrandgefahr: aber keine Entwarnung

Ein herbstlich verfärbtes Blatt liegt auf einem vom Morgentau überzogenen Tisch. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Im Ruhrgebiet gab es seit dem vergangenen Wochenende drei Waldbrände nahe Hattingen und in Bochum. Michael Börth vom Regionalforstamt Ruhrgebiet sieht die Lage dennoch entspannt: „Das waren Einzelfälle. Trotz Trockenheit ist es relativ feucht morgens, zum Beispiel durch Tau. Zum Wochenende hin soll es außerdem noch kühler werden.“ Im Herbst seien Wälder wie im Frühling trocken und deshalb gefährdet.

Auch Friedrich Louen vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW schätzt die Waldbrandgefahr eher als niedrig ein. „Insgesamt muss man sagen, dass wir aktuell drängendere Probleme wie den Borkenkäfer haben.“ Wegen der extremen Trockenheit sei im Wald weiter Vorsicht geboten. „Man sollte im Wald nicht rauchen oder Zigaretten aus dem Auto oder Zug schnippen.“ Förster und Feuerwehr seien ohnehin in Alarmbereitschaft, nachdem es dieses Jahr schon relativ viele Waldbrände gegeben habe.

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