Mord auf Campingplatz: lebenslange Haft gefordert

Im Prozess um einen Mord auf einem Campingplatz am Niederrhein hat die Anklage für die frühere Lebensgefährtin des Opfers lebenslange Haft wegen Mordes gefordert. Sie soll den damals 54 Jahre alten Mann in dessen Wohnwagen in Niederkrüchten erschlagen haben. Für ihren 22-jährigen Sohn, der zwei befreundete Helfer organisiert haben soll, forderte die Staatsanwaltschaft zwölf Jahre Haft wegen Anstiftung zum versuchten Mord. Für die beiden 24 und 25 Jahre alten mutmaßlichen Helfer plädierte die Staatsanwaltschaft auf 14 Jahre Haft wegen versuchten Mordes.

03.09.2019, 17:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mord auf Campingplatz: lebenslange Haft gefordert

Eine Statue der Justitia. Foto: Arne Dedert/Archivbild

Zwei der Mitangeklagten sollen den Mann am Abend des 18. Januar vergangenen Jahres in seinem Wohnwagen überfallen haben. Sie sollen ihn mit Pfefferspray angesprüht und zu Boden geschlagen haben, hieß es in der Anklage. Nachdem die 23 und 24 Jahre alten Männer verschwunden seien, habe die 52-jährige Hauptangeklagte den Wohnwagen betreten und dem am Boden Liegenden zweimal mit einem Pflasterstein auf den Kopf geschlagen. Der 54 Jahre alte Mann starb noch am Tatort. Die Hauptangeklagte wählte kurz darauf den Notruf und behauptete, sie habe ihren Lebensgefährten auf dem Rückweg vom Duschen blutüberströmt vorgefunden.

Ihre Verteidigung forderte für die Hauptangeklagte maximal vier Jahre Haft wegen versuchten Totschlags. Die Anwälte der drei jungen Männer beantragten Haftstrafen von maximal 2 Jahren, die jeweils zur Bewährung ausgesetzt werden sollten. Das Urteil soll diesen Donnerstag gesprochen werden.

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