Mord an Unternehmerpaar: Staatsanwalt sieht Enkel als Täter

Die Staatsanwaltschaft sieht den Enkel des Wuppertaler Unternehmerpaares Springmann als Doppelmörder seiner Großeltern überführt. Sie beantragte am Montag am Landgericht in Wuppertal lebenslange Haft mit besonderer Schwere der Schuld gegen den 26-Jährigen und seinen mutmaßlichen Komplizen. Es sei dem Enkel um das mehrere Millionen Euro schwere Erbe gegangen.

05.11.2018, 13:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mord an Unternehmerpaar: Staatsanwalt sieht Enkel als Täter

Durch Bäume ist das Wohnhaus eines Unternehmer-Ehepaares zu sehen. Foto: Holger Battefeld/Archiv

Seinen Großvater habe er aus Habgier ermordet und die Großmutter, um die Tat am Großvater zu vertuschen. Beide Männer hätten die betagten Eheleute in deren Villa niedergeschlagen und erdrosselt, sagte Staatsanwalt Hauke Pahre in seinem Plädoyer.

Danach habe das Duo ihre Villa verwüstet, um es wie einen Raubüberfall aussehen zu lassen. Der Enkel habe die großzügigen Zuwendungen seiner Großeltern verprasst und viel Geld etwa für teure Autos ausgegeben, anstatt zu studieren. Sein Großvater habe nichts von diesem Lebensstil gewusst, sei aber dahinter gekommen, dass sein Enkel ihn belogen habe. Der 26-Jährige habe daraufhin befürchtet, enterbt zu werden.

Die 91 und 88 Jahre alten Eheleute und bekannten Kunst-Mäzene waren tot in ihrer Villa entdeckt worden. Aufbruchspuren fanden sich nicht.

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